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Fünf Themen des Tages: China-BIP, Luxusmieten, Sparschweine

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- China droht Abkühlung, BoE “muss” handeln, europäische Aktien fallen, Londoner Luxus-Mieten auf Vor-Covid-Niveau, und die Covid-Ersparnisse fließen nicht ab. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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China droht Abkühlung

Der Einbruch in Chinas Immobiliensektor und Stromknappheit haben das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal gebremst, und es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Abkühlung fortsetzt. Peking hat signalisiert, es mit der Ankurbelung der Wirtschaft nicht eilig zu haben, was auf anhaltende Schwäche in den kommenden Monaten hindeutet. Ohne staatliche Rückendeckung könnte sich etwa die Nachfrage nach Baumaterialien weiter abschwächen. Die jüngste Verlangsamung war größtenteils das Ergebnis von Regierungsmaßnahmen, mit denen die finanziellen Risiken verringert werden sollten, wie etwa die Dämpfung der Kreditvergabe an den Immobiliensektor, der bis zu 25% des BIP ausmacht, je nach Branchen-Definition. Die Zentralbank hält unterdessen die von der Evergrande-Schuldenkrise ausgehenden Risiken für beherrschbar.

BoE ‘muss’ handeln

Die Bank of England wird nach Auffassung von Governeur Andrew Bailey handeln “müssen”, um die inflationären Kräfte einzudämmen. Zwar hält Bailey die jüngste Inflationsbeschleunigung für vorübergehend, jedoch müssten die Entscheider verhindern, dass sich höhere Inflationserwartungen verfestigen. Gilts gaben Montagfrüh nach, die Geldmärkte preisen eine Zinserhöhung um 16 Basispunkte im nächsten Monat ein. Der Eurozone hat Italiens Währungshüter Ignazio Visco unterdessen eine schneller als erwartete Konjunkturerholung attestiert und gleichzeitig eine weiterhin akkommodierende Geldpolitik in Aussicht gestellt. Die Flexibilität beim Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB, von der insbesondere die südeuropäischen Euro-Staaten profitiert haben, sollte erhalten bleiben, so der Chef der Banca d’Italia.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien fielen zu Wochenbeginn nach den Daten aus China, die Sorgen über weitere Rückschläge bei der wirtschaftlichen Erholung schürten. Der Stoxx Europe 600 lag Montagmittag um rund 0,4% im Minus, angeführt von Einzelhandels- und Konsumgüteraktien. Auch Luxustitel belasteten den Index, nachdem Chinas Präsident Xi Jinping in einer Rede angekündigt hatte, die Gesetzgebung zur Vermögenssteuer voranzutreiben. Grundstoffe und Versorger gehörten zu den wenigen Sektoren mit Kursgewinnen. “Die BIP-Zahlen für China waren leicht enttäuschend, aber was mich am meisten beunruhigt, ist die Situation im Immobiliensektor, die das Wachstum stark beeinträchtigen könnte und noch lange nicht klar definiert ist”, sagte Alberto Tocchio von Kairos Partners. In Deutschland fielen Covestro nach einer Herabstufung bei SocGen. Rational stiegen nach einer Erhöhung bei Berenberg.

Londoner Luxus-Mieten auf Vor-Covid-Niveau

Die Mietpreise in den wohlhabendsten Bezirken Londons steigen so schnell wie seit zehn Jahren nicht mehr. Mieter, die ein stilvolles Ambiente in der Hauptstadt suchen, treffen auf ein Angebot, das 68% unter dem Vorjahresniveau liegt. Laut einem am Montag veröffentlichten LonRes-Bericht stiegen die Mieten in den teuersten Vierteln im September um 11,7 % und haben nun wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Der Mangel an verfügbaren Wohnungen hat die Preise so schnell in die Höhe getrieben, dass Vermieter die Verluste, die sie während der Pandemie erlitten, wieder wettgemacht haben. Unterdessen ist in britischen Großstädten die Belegungsrate von Bürogebäuden auf 114% des Vor-Covid-Niveaus gestiegen, verglichen mit 98% in der Vorwoche - trotz zunehmender Sorgen über die Delta-Plus-Variante.

Covid-Ersparnisse fließen nicht ab

Verbraucher in Europa und den USA sitzen auf rund 2,3 Billionen Euro an Ersparnissen, die sie während der Pandemie aufgehäuft haben. Sie scheinen es nicht eilig zu haben, ihre Sparschweine zu schlachten, was die Hoffnungen auf einen konsumgetriebenen Anstieg des Wirtschaftswachstums auf beiden Seiten des Atlantiks dämpft. “Wir sehen keine Anzeichen dafür, dass die angesammelten Ersparnisse in die Wirtschaft zurückfließen”, sagte Dario Perkins von TS Lombard in London. “Ein Bruchteil dieses Geldes wird vielleicht ausgegeben, aber es kommt nicht in Strömen zurück”. Das Ausbleiben des Konsumanstiegs könnte gegen einen dauerhaften Inflationsschock sprechen. Unternehmensführer und Öknomen haben auf einen Wachstumsschub gesetzt, obwohl die EZB vor Monaten davor warnte, dass die während der Krise angesammelten Gelder “größtenteils nicht verausgabt” werden dürften.

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