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Fünf Themen des Tages: Buba-Warnung, Santa-Rally, Gazprom-Treue

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Gazprom ist vertragstreu, kleineres Krankenhausrisiko dank Omikron, europäische Aktien steigen, Stabilitätshüterin der Bundesbank warnt, und Musk ‘fast fertig’ mit Aktienverkauf. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Gazprom ist vertragstreu

Vor zwei Tagen stiegen die europäischen Benchmark-Gaspreise auf über 180 Euro pro Megawattstunde, von etwa 20 Euro zu Jahresbeginn. Der Preisanstieg wegen Knappheit hat damit zu tun, dass einige Abnehmer im Rahmen langfristiger Verträge ihre vereinbarten Liefergrenzen für das Jahr bereits erreicht haben. Die Düsseldorfer Uniper hat bestätigt, dass sowohl das Unternehmen selbst als auch der russische Exporteur ihre gegenseitigen Liefervereinbarungen für dieses Jahr erfüllt hätten. Die RWE mit Sitz in Essen erklärte ebenfalls, dass Gazprom alle Verträge erfüllt habe. Die Verneunfachung des Preises lockt nun LNG-Tanker aus den USA an. Mindestens 10 Schiffe, die sich derzeit auf der Atlantik-Überfahrt befinden, sind auf dem Weg nach Europa. Prompt sank der Preis am Donnerstag um bis zu 10%.

Kleineres Krankenhausrisiko dank Omikron

Wer sich mit der stark mutierten Omikron-Variante infiziert, landet mit geringerer Wahrscheinlichkeit im Krankenhaus als ein mit Delta Infizierter. Das zeigen vorläufige Daten aus einer Reihe von Studien. Forscher in Schottland stellten ein um zwei Drittel geringeres Risiko fest. Aus Sicht des Gesundheitswesens besteht das Problem aber darin, dass Omikron mit zehnfach größerer Wahrscheinlichkeit Menschen infiziert, die bereits Covid hatten. Die Omikron-Welle könnte dennoch weniger gefährlich sein als Delta, zumindest dort, wo bereits ein hohes Maß an Immunität besteht. Die Gefahr einer Überforderung der Gesundheitssysteme ist damit nicht gebannt. Das Risiko, sich während eines Fluges anzustecken, ist mit Omikron bis zu dreifach erhöht. AstraZeneca wirkt als Booster gut gegen Omikron, Sinovac nicht.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien kletterten den dritten Tag in Folge, da die jüngsten Coronavirus-Studien den Optimismus nährten, dass die Wirtschaft den Omikron-Risiken standhalten kann. Der Stoxx Europe lag gegen Mittag um 0,5% im Plus und erreichte damit den höchsten Stand seit zwei Wochen. Zu den größten Gewinnern zählten der Reise- und Freizeitsektor sowie Banken. Die inkrementellen Nachrichten über Omikron würden nicht schlechter, neue Medikamente zugelassen und die Europäische Zentralbank sei bereit, taubenhaft zu bleiben, “was die Wachstumsaussichten und die Stimmung für europäische Aktien unterstützt”, sagte Esty Dwek von Flowbank. “Die Santa-Rally könnte sich verzögern, aber sie sollte trotzdem stattfinden”. In Deutschland stiegen Home24 nach dem angekündigten Kauf von Butlers. Continental profitierten von der Perspektive nachlassender Chip-Knappheit.

Stabilitätshüterin der Bundesbank warnt

Die deutschen Banken wären gut beraten, sich stärker für Krisen zu wappnen, meint Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch. Gegenüber dem Handelsblatt konstatierte die für Finanzstabilität und Statistik zuständige Managerin “zunehmende Verwundbarkeiten und ein nachlassendes Risikobewusstsein im Finanzsystem”. Das größte Risiko bestünde dabei in einem abrupten Anstieg der Marktzinsen. Für Großbritannien haben die Geldmärkte ihre Zinserhöhungserwartungen vorgezogen und sehen nun eine Straffung um 100 Basispunkte bis Dezember 2022. Die ungarische Zentralbank erhöhte heute zum sechsten Mal in ebenso vielen Wochen, weitere Zinserhöhungen in Polen seien wohl unvermeidlich, sagte ein Kandidat für den geldpolitischen Rat der Notenbank. Die EZB scheint weiterhin wenig besorgt.

Musk ‘fast fertig’ mit Aktienverkauf

Tesla gewinnen im vorbörslichen US-Handel 1,1%, nachdem CEO Elon Musk weitere Aktien verkaufte und damit seinem Versprechen näher kommt, seinen Anteil am Elektroautohersteller um 10% zu reduzieren. Auf Twitter merkte Musk an, dass er mit dem Abbau “fast fertig” sei. Mit dem jüngsten Verkauf hat sich Musk nun von 14,7 Millionen Aktien im Wert von etwa 15,4 Milliarden Dollar getrennt. Um 10% seines Anteils abzustoßen, muss er etwa 17 Millionen Aktien veräußern. Tesla-Aktien sind seit ihrem Höchststand am 4. November um 19% gefallen. Die Financial Times folgte letzte Woche dem Time Magazine und wählte Musk zur “Person des Jahres” wegen seines Beitrags zur Umstellung der Autoindustrie auf eine rein elektrische Zukunft. Teslas deutsche Fabrik macht unterdessen Fortschritte auf dem Weg zur Aufnahme der Produktion.

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