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Fünf Themen des Tages: Bitcoin-Hausierer, Fed-Falke, Delta

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Delta erfasst beinahe halb China, Lufthansa verliert 1 Milliarde, europäische Aktien erneut auf Rekordhoch, JPMorgan hausiert mit Bitcoin-Fonds, und Fed-Mann enttäuscht Stillhalte-Hoffnungen. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Delta erfasst beinahe halb China

China hat neue Bewegungsbeschränkungen verhängt angesichts von über 500 symptomatischen Delta-Fällen, die über knapp die Hälfte des Landes verteilt sind. Öffentliche Verkehrsmittel und Taxidienste wurden landesweit in 144 der am schlimmsten betroffenen Gebiete eingeschränkt, obwohl 61% der Bevölkerung geimpft sind. Eine Rallye bei Staatsanleihen, rekordverdächtige negative Realrenditen in den USA und Europa und ein Einbruch bei zyklischen Werten wie Schwellenländeraktien gehören unterdessen zu den Trends, die - wegen Delta - auf eine schwächere wirtschaftliche Erholung hindeuten. Für eine Umkehr müsste sich erst zeigen, dass Länder mit hoher Impfquote die Kette zwischen Infektionen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen durchbrochen haben, sagte John Briggs von Natwest Markets.

Lufthansa verliert 1 Milliarde

Die Lufthansa rechnet damit, dass der Langstreckenverkehr in diesem Jahr endlich wieder anziehen wird. Nach einem Verlust von 952 Millionen Euro im zweiten Quartal ist das eine gehörige Dosis Optimismus. Nordamerika könnte sich ab dem Spätsommer öffnen und Asien ab Ende des Jahres folgen, so das Unternehmen. Lufthansa-Aktien konnten nur kurz profitieren und drehten ins Minus. Einstweilen bleiben die USA, ein wichtiger Langstreckenmarkt, nur teilweise offen. Präsident Joe Biden bereitet sich laut Reuters darauf vor, von ausländischen Einreisenden einen Impfnachweis zu verlangen. Großbritannien hat unterdessen die Vorschriften für vollständig geimpfte Einreisende aus Frankreich gelockert. Deutschland und Österreich sind unter sechs europäischen Ländern, die auf die “grüne” Liste mit dem geringsten Risiko gesetzt wurden.

Europäische Aktien erneut auf Rekordhoch

Die europäischen Aktien stiegen an einem weiteren ereignisreichen Börsentag auf ein viertes Rekordhoch in Folge. Der Stoxx 600 Index lag gegen Mittag um rund 0,3% im Plus. Bergbau- und Einzelhandelswerte gehörten zu den schwächsten Werten, während Industrie- und Technologiewerte eine bessere Performance zeigten. “Ich bin weiterhin optimistisch für Wachstum und Aktien und sehe die Inflation mittelfristig nicht als großes Problem an”, sagte Manish Singh von Crossbridge Capital. “Ich sehe, dass die Zentralbanken ihre Unterstützung sehr stetig abbauen und dass Zinserhöhungen, wenn sie denn kommen, sehr allmählich erfolgen und bald ein niedriges Plateau erreichen werden.” In Deutschland stiegen Siemens nach Anhebung der Gewinn- und Umsatzprognose. Adidas brachen ein, da die Anleger die bescheidene Anhebung der Gewinnprognose ignorierten und sich stattdessen auf die zunehmenden Probleme in China und Fabrikschließungen in Vietnam konzentrierten.

JPMorgan hausiert mit Bitcoin-Fonds

JPMorgan Chase bietet in Zusammenarbeit mit NYDIG den Kunden der JPMorgan Private Bank einen passiv verwalteten Bitcoin-Fonds an, berichtet CoinDesk unter Berufung auf informierte Kreise. Noch gebe es keine Investitionen von Kunden, aber die Bank führe bereits Berater-Gespräche, heißt es. NYDIG ist eine institutionelle Plattform für sichere Bitcoin-Dienste. Der Fonds werde Kunden als das sicherste und günstigste Bitcoin-Investmentvehikel auf privaten Märkten präsentiert, so CoinDesk. Der alte Geld-Adel rückt in das Territorium der Jungen vor, die manchmal aus dem Schlafzimmer des Elternhauses heraus den Krypto-Markt beackern. Matthew Tweed wollte nicht “ein halbes Jahrzehnt lang als junger Analyst bei einer Bank 100-Stunden-Wochen arbeiten” müssen. Der 20-Jährige ohne College-Bildung will mit seiner Ein-Mann-Firma Pine Financial aus der Spanne zwischen den Geld- und Briefkursen für Bitcoin-Perpetual-Futures Geld machen.

Fed-Mann enttäuscht Stillhalte-Erwartungen

Die Erwartung an den Geldmärkten, dass eine schwächer als erwartet verlaufende Erholung in den USA die Straffung der Geldpolitik der Fed verzögern könnte, wurde am Mittwoch enttäuscht. Die US-Notenbank sei auf Kurs für eine Zinserhöhung 2023, wenn sich die Wirtschaft erwartungsgemäß entwickelt, sagte der stellvertretende Fed-Chef Richard Clarida. Die “notwendigen Bedingungen für eine Anhebung des Zielbereichs für die Federal Funds Rate werden bis Ende 2022 erfüllt sein”, sagte er in einer Rede. Bei einer Straffung in den USA würde eine geldpolitische Divergenz insbesodere negativ verzinsliche oder nullverzinsliche Währungen wie den Euro und den Franken stärker belasten, sagte Christopher Wong, Währungsstratege bei Malayan Banking Berhad. Makro-Modelle legen unterdessen nahe, dass Risikoanlagen vor einer Durststrecke stehen und die Geldpolitik nicht mehr so viel dagegen tun kann wie in der Greenspan-Ära.

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©2021 Bloomberg L.P.

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