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Fünf Themen des Tages: Banker minderpriviligiert, Baerbock siegt

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Danske-Chef stürzt über Geldwäsche-Ermittlungen, Baerbock wird Grünen-Kanzlerinkandidatin, europäische Aktien wenig verändert, HSBC schafft die Chefetage ab, und Bitcoin-Aufzug fährt nach unten. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Danske-Chef stürzt über Geldwäsche-Ermittlungen

Danske Bank löst Chris Vogelzang nach weniger als zwei Jahren als CEO ab, nachdem der ehemalige ABN Amro-Manager zum Ziel niederländischer Geldwäscheermittlungen geworden ist. Die Behörden hätten Vogelzang als “Verdächtigen im Zusammenhang mit ihren Ermittlungen zu möglichen Verstößen” gegen die niederländische Geldwäsche-Gesetzgebung benannt, so Danske in einer Mitteilung. Die Bank ist selbst Gegenstand mehrerer solcher Ermittlungen. Vogelzang war 2019 geholt worden, um Danskes Image als gesetzestreue, transparente Bank wieder herzustellen. Vogelzang zeigte sich “sehr überrascht” von der Entscheidung und bekräftigte, seine Führungsaufgaben bei ABN Amro mit Integrität wahrgenommen zu haben. Er wird durch den Leiter des Danske-Risikomanagements, Carsten Egeriis, ersetzt.

Baerbock wird Grünen-Kanzlerinkandidatin

Annalena Baerbock soll die Grünen als Kanzlerinkandidatin in den Bundestagswahlkampf führen. Dies gab der Bundesvorstand der Partei am Montag bekannt, nachdem Robert Habeck seine Ambitionen auf die Nachfolge von Angela Merkel aufgegeben hatte. Die 40-Jährige ohne jegliche Regierungserfahrung ist die jüngste Kandidatin, die es für das Amt je gab. Ein Grünen-Bundesparteitag im Juni muss die Nominierung noch absegnen. Damit ist die in den Umfragen zweitstärkste Partei der Union voraus, wo der Machtkampf zwischen Markus Söder und Armin Laschet weiter schwelt und auf eine de-facto-Entscheidung in der Bundestagsfraktion der Schwesterparteien CSU und CDU zuläuft. Söder werde nicht aus dem Rennen aussteigen, hieß es aus informierten Kreisen. Laut Forsa droht den Abgeordneten ein massiver Mandatsverlust, wenn sie sich für Laschet entscheiden.

Europäische Aktien wenig verändert

Die europäischen Aktien waren wenig verändert, da Anleger nach neuen Katalysatoren suchten, um Aktien auf neue Rekordhöhen zu treiben. Der Stoxx Europe 600 Index gab nach einer siebten Woche mit Anstiegen in Folge frühe Gewinne wieder ab. Robuste Wirtschaftsdaten aus China und den USA trugen in der vergangenen Woche dazu bei, dass der MSCI All-Country World Index trotz der Sorgen um die Ausbreitung von Covid-19-Varianten einen weiteren Rekordwert erreichte. Das Risiko eines weiteren destabilisierenden Anstiegs der Anleiherenditen hat ebenfalls nachgelassen. “Unsere derzeitige Ansicht ist, dass angesichts der mittelfristig niedrigen kurzfristigen Zinssätze und unserer Erwartung, dass die Gewinne weiter steigen werden, es unwahrscheinlich ist, dass der Anstieg der langfristigen Renditen einen Rückgang des Aktienmarktes auslösen wird”, sagte Russel Chesler von VanEck Australia in einer Note. BVB-Aktien profitierten von Plänen für eine Super-Fußball-Liga.

HSBC schafft die Chefetage ab

HSBC Holdings hat die Chefetage ihres Hauptsitzes in Canary Wharf in London abgeschafft und die Privatbüros ihrer Führungsspitze für Treffen mit Kunden und gemeinschaftliches Arbeiten hergerichtet. Das Top-Management habe die Büros im 42. Stock gegen flexible Arbeitsplätze in einer Großraumetage zwei Stockwerke tiefer eingetauscht, sagte CEO Noel Quinn in einem FT-Interview. Aufgrund von Reisetätigkeit hätten die Büros die Hälfte der Zeit leergestanden, was eine “Verschwendung von Liegenschaften” sei. Er werde nicht fünf Tage die Woche im Büro sein, da dies “unnötig” und “die neue Realität des Lebens” sei, so Quinn. HSBC plant, ihren Immobilienbestand um 40% zu reduzieren und ermöglicht mehr als 1.200 britischen Call-Center-Mitarbeitern, nach der Covid-19-Pandemie dauerhaft von zu Hause aus zu arbeiten.

Bitcoin-Aufzug fährt nach unten

Die Rekordjagd der Kryptowährungen im Zuge des Coinbase-Börsengangs letzte Woche hat sich in ihr Gegenteil verkehrt. Bitcoin verzeichnete den heftigsten Rückgang seit Februar und stürzte am Sonntag um bis zu 15% ab, nur wenige Tage nachdem mit 64.870 Dollar ein neuer Rekord aufgestellt wurde. Ein Teil der Verluste konnte danach wieder aufgeholt werden, zuletzt wurde Bitcoin bei etwa 57.000 Dollar gehandelt. “Im Nachhinein war es unvermeidlich,” sagte Galaxy-Digital-Gründer Michael Novogratz in einem Tweet am Sonntag. Der Markt sei “zu einseitig” geworden. Allerdings gab es auch Spekulationen, dass der Krypto-Absturz im Zusammenhang mit Geldwäsche-Bedenken des US-Finanzministeriums steht. Neben Überoptimismus und regulatorischen Sorgen werden auch Einzelfaktoren wie Stromausfälle in Teilen Chinas, die eine beträchtliche Menge an Bitcoin-Mining-Kapazität ausgeschaltet haben, als Gründe für den jüngsten Rückgang angeführt.

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©2021 Bloomberg L.P.