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Fünf Themen des Tages: Astra-Ärger, Apple Car $1000 Mrd. wert

Rainer Buergin
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Ärger mit Astra, Credit Suisse-Chefs bei Greensill ignorant, europäische Aktien zum Wochenschluss leichter, Axa lässt RWE im Regen stehen, und Apples Börsenwert mit einem Auto im Angebot bei 3 Billionen Dollar gesehen. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Ärger mit Astra

AstraZeneca wird im zweiten Quartal etwa 76 Millionen der geplanten 180 Millionen Covid-19-Impfstoffdosen an die EU liefern - weniger als die Hälfte der erwarteten Menge. Dies hat Bloomberg auf Grundlage von Lieferprognosen für einen Mitgliedsstaat für die Region hochgerechnet. Produktionsprobleme an EU-Standorten werden offensichtlich nicht durch außereuropäische Zulieferungen ausgeglichen - was laut informierten Kreisen auf grassierenden Protektionismus zurückzuführen ist. In Italien treten Lockdown-Verschärfungen in Kraft, die zwei Drittel der Bevölkerung betreffen. In Deutschland wurden bislang 8,43 Millionen Dosen verabreicht. Bei diesem Tempo wäre die 75%-Durchimpfung der Bevölkerung erst in 1,1 Jahren erreicht.

Credit Suisse-Chefs bei Greensill ignorant

Hätten sie nur den Experten-Rat nicht ignoriert: Hochrangige Manager der Credit Suisse überstimmten die Risikofachleute der Bank und genehmigten einen Kredit an Greensill Capital in Höhe von 140 Millionen Dollar, dessen Rückzahlung nun mehr als fraglich ist. Nach einer Intervention der Manager, die laut Financial Time eine “lukrative, vielschichtige Beziehung mit dem Finanzierer und dessen Gründer Lex Greensill entwickelt hatten”, sei der Kredit doch noch abgesegnet worden. Greensill Capital hatte Ende letzten Jahres einen Privatjet an eine US-amerikanische Anwaltskanzlei verkauft. Eine für 22 Millionen Dollar erworbene Dassault Falcon 7X wurde im Dezember aus dem Register der Isle of Man gestrichen und am folgenden Tag mit der in Texas ansässigen Johnson Law Group als Eigentümerin eingetragen.

Europäische Aktien zum Wochenschluss leichter

Europäischen Aktien präsentierten sich zum Wochenschluss etwas leichter, nachdem erneut Volatilität bei Anleihen den Risikoappetit gedämpft hatte. Tech-Werte stellten die größten Verlierern. “Wir denken, dass die 10-jährige US-Rendite weiteren Spielraum hat und 1,80% erreichen könnte”, sagte Sebastien Galy von Nordea Investment Funds. “Wachstumsaktien weisen eine hohe Sensitivität gegenüber Zinsen auf, was weiterhin darauf hindeutet, dass sie ziemlich überbewertet sind”. In Deutschland stiegen Aktien der Deutschen Bank leicht, nachdem das Geldhaus einen “geringfügigen” Rückgang der Erträge für dieses Jahr prognostiziert hatte. Daimler verloren mehr als 2%, nachdem Renault sich von seinem verbleibenden Anteil am Mercedes-Hersteller getrennt hat.

Axa lässt RWE im Regen stehen

Nicht einmal der persönliche Einsatz des Vorstandsvorsitzenden konnte etwas ändern: Axa, Frankreichs größter Versicherer, lässt den deutschen Energieriesen RWE als Kunden fallen. Der Pariser Konzernzentrale seien die Kohleaktivitäten der Essener zu groß und deren Bemühungen, den CO2-Fußabdruck zu verkleinern, zu schleppend, heißt es aus informierten Kreisen. Kohleverstromung wird damit quasi zum Tabuthema. Axa habe “einen wichtigen Präzedenzfall für sich selbst und andere Versicherer geschaffen”, sagte Peter Bosshard, Leiter des Finanzprogramms bei der Umwelt-Lobby Sunrise Project. Kohle ist out, grüner Wasserstoff - Deutschland und Saudi-Arabien planen eine Kooperation - hingegen das neue Ding.

Apple mit Auto 3 Billionen Dollar wert

Die Aufnahme eines Autos in das Produktportfolio von Apple könnte die Marktkapitalisierung des iPhone-Herstellers um die Hälfte auf 3 Billionen Dollar erhöhen, meint Citi. Analyst Jim Suva, der die Aktien zum Kauf empfiehlt, hält es für wahrscheinlich, dass die Kalifornier ein Apple Car mit Hilfe eines Drittherstellers anbieten werden. Nachdem Gespräche mit einigen Autoherstellern ins Stocken geraten sind, könnte Apple auch eine Zusammenarbeit etwa mit Foxconn oder Magna International eingehen. Toyota hat unterdessen einen guten Rat für Apple: stellt euch das Autogeschäft nicht zu leicht vor. Volkswagen-Chef Herbert Diess sagte, er habe keine Angst vor Apples Einstieg in die Branche. Auch BMWs Finanzvorstand kann weiter ruhig schlafen.

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