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Fünf Themen des Tages: AKW-Entwarnung, zitternde Makler, E-Autos

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Keine Strahlung in Saporischschja, Londoner Makler zittern, europäische Aktien fallen, Banken hocken auf LBO-Finanzierungen, und neue japanische Elektroauto-Allianz. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Keine Strahlung in Saporischschja

Das über Nacht ausgebrochene Feuer in einem Schulungskomplex des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist nach Angeben der örtlichen Rettungsdienste gelöscht. Die ukrainischen Behörden haben laut der Internationalen Atomenergiebehörde keine erhöhte Strahlung festgestellt. Kiew macht russische Truppen für den Vorfall verantwortlich, die das größte AKW Europas beschossen hätten. Nach russischen Angaben befindet sich die Anlage seit dem 28. Februar in eigener Hand. Russische Truppen umzingeln unterdessen die Hauptstadt Kiew und versuchen weiter, auf die Hafenstadt Mariupol im Süden vorzustoßen. Die ukrainische Marine hat ihr Flaggschiff Hetman Sahaidatschnyj im Dock versenkt, um es nicht in russische Hände fallen zu lassen. Odessa droht ein amphibischer Angriff des Gegners.

Londoner Makler zittern

Präsident Wladimir Putins Einmarschbefehl könnte dem Plutokraten-Tummelplatz “Londongrad” ein Ende bereiten, nachdem die britische Regierung ein Gesetz veröffentlicht hat, das die Offenlegung der Eigentumsverhältnisse von Londons besten Adressen erzwingen soll. Für die gebeutelte Luxusimmobilienbranche ist das kein Grund zum Feiern und die Immobilienmakler sind folglich wenig begeistert. Roman Abramowitsch - der auf keiner britischen Sanktionsliste steht - hat bereits seine Londoner Wohnsitze zum Verkauf gestellt. Gesetzliche Änderungen könnten zudem zu häufigeren Geldwäsche-Anklagen führen, und der “politische und legislative Kontext” werde nicht ohne Folgen für die Gerichte bleiben, schreibt Bloomberg-Kolumnist Chris Hughes.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien fielen im Zuge der eskalierenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg zum Wochenschluss auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr. Der Stoxx 600 Index lag gegen Mittag um 2,7% im Minus, angeführt von Autoherstellern und Banken. Versorger erzielten eine Outperformance. “Die Militäraktion ist in vollem Gange, und leider wird es in den kommenden Tagen weitere Nachrichten dieser Art geben”, sagte Marco Willner von NN Investment Partners. “Es ist Risk-Off, aber keine Panik.” In Deutschland fielen Shop Apotheke nach einer Herabstufung durch Metzler.

Banken hocken auf LBO-Finanzierungen

Banken in Europa haben zugesagt, Milliardensummen für fremdfinanzierte Übernahmen und Akquisitionen zu leihen. Jetzt müssen sie Käufer für diese Kredite finden, und die Nachfrage ist relativ schwach. Ein Konsortium, dem auch die Credit Suisse angehört, hat Mittel in Höhe von rund 15 Milliarden Dollar für die Übernahme von Citrix Systems zugesagt und dürfte versuchen, das einhergehende Risiko im April loszuwerden. Die russische Aggression hat die Angst vor Inflation verstärkt, Angebote werden verschoben oder ganz zurückgezogen. Es gebe eine ganze Reihe von Banken, die auf solchen Papieren sitzen “und darauf warten, syndiziert zu werden, aber niemand will den Anfang machen und klären, wie hoch die Nachfrage ist”, so Christoph Zens von Tikehau. Auf dem europäischen Markt für Unternehmensanleihen haben zwei Transaktionen Bewegung in den seit der Invasion herrschenden Stillstand gebracht.

Neue japanische Elektroauto-Allianz

Sony und Honda schließen sich zusammen, um gemeinsam Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Die Partner planen, noch in diesem Jahr ein neues Unternehmen zu gründen, dessen Fahrzeuge ab 2025 verkauft werden sollen. Die Autos der Zukunft seien technologiegetriebener und vernetzter, hieß es in einer Erklärung, die keine Angaben zum Wert der Vereinbarung machte. Sony, dessen Elektroauto-Ambitionen im Januar bekannt wurden, erhält Zugang zu Hondas jahrzehntelangem Fachwissen in der Autoproduktion, während Honda das Wissen seines Partners in den Bereichen Unterhaltung, Vernetzung und Sensoren für autonome Fahrzeuge nutzen kann. Unterdessen hat das Elektroauto-Startup eines russischen Moguls ein Jahr nach einem SPAC-Deal zu kämpfen, aber nicht wegen des Kriegs in der Ukraine.

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