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Fünf Themen des Tages: Adler verkauft, Krisengewinner Russland

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Adler will Assets verkaufen, Russland ist Krisengewinner, europäische Aktien fallen, BoE trotzt Inflation, und Wall-Street-Schwergewichte raten zum Kauf. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Adler will Assets verkaufen

Adler will zum Abbau von Schulden gut 15.000 Wohn- und 185 Gewerbeeinheiten an LEG Immobilien verkaufen. Eine Absichtserklärung über “wesentliche Eckpunkte” sei mit dem Düsseldorfer Konzern unterzeichnet worden, teilte das Immobilienunternehmen am Montag mit. Die Transaktion basiere auf einer Immobilienbewertung von knapp 1,5 Milliarden Euro und soll bis Jahresende über die Bühne gehen. Adler-Aktien schwankten am Montag angesichts der Pläne und lagen zuletzt im grünen Bereich. Seit den Viceroy-Vorwürfen haben die Titel rund 10% verloren. Am Freitag nach Börsenschluss hatte Bloomberg berichtet, dass Konkurrent Vonovia 2020 eine Beteiligung an Adler zu 28 Euro je Aktie auslotete, was vom Großaktionär Aggregate aber zurückgewiesen wurde. Nun hat Vonovia die Option, den Anteil für die Hälfte zu kaufen.

Russland ist Krisengewinner

Steigende Energiepreise beflügeln Wetten auf Schwellenländer-Exporteure und Russland kristallisiert sich als bevorzugtes Anlageziel der Investoren heraus. Der Rubel hat dank der Aussicht auf höhere Öleinnahmen mehr als jede andere Schwellenländerwährung zugelegt. “Die Energiepreise werden hoch bleiben, und Unternehmen in rohstoffexportierenden Ländern werden von der weltweiten Verknappung des Angebots an energiebezogenen Rohstoffen profitieren”, sagte Ali Akay, CIO des Hedgefonds Carrhae Capital. Trotz aller Versprechungen steckt die grüne Energie noch in den Kinderschuhen und ändert nichts an der starken Abhängigkeit der Welt von fossilen Brennstoffen. Hält der Trend an, wird der kombinierte Verbrauch von Kohle, Erdgas und Erdöl bis Mitte 2022 wahrscheinlich einen historischen Höchststand erreichen.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien fielen am Montag, da der Anstieg der Rohstoffpreise Inflationssorgen und Unsicherheit über die Rücknahme der Konjunkturmaßnahmen der Zentralbanken schürte. Der Stoxx 600 Index lag gegen Mittag um 0,2% im Minus. Gewinnen bei Energie- und Bergbauwerten standen Verluste bei Fluggesellschaften, im Einzelhandel und bei immobilienbezogenen Werten gegenüber. Steigende Energiepreise sind ein Grund zur Besorgnis, vor allem im nächsten Jahr, so Ankit Gheedia von BNP Paribas. “Ich sehe darin ein größeres Risiko für 2022, wenn sich die kurzfristigen Wachstumsimpulse normalisiert haben”. In Deutschland stiegen MorphoSys, nachdem die US-Arzeimittelbehörde FDA dem Lizenzpartner Roche für ein AlzheimerMedikament den Status Therapiedurchbruch erteilt hatte. TeamViewer fielen auf ein Rekordtief nach Senkung bei Morgan Stanley.

BoE trotzt Inflation

Zwei Entscheider der Bank of England haben Erwartungen verstärkt, dass die Zinsen bald steigen werden. Investoren hätten ihre Zinserhöhungswetten zurecht vorverlegt, sagte Michael Saunders, einer der größten BoE-Falken. Gouverneur Andrew Bailey warnte vor einer möglicherweise “sehr schädlichen” Inflationsperiode, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen würden. Am Montagmorgen preisten die Geldmärkte kurzzeitig eine Straffung um 25 Basispunkte bis zur BoE-Sitzung im Dezember ein, bevor sie ihre Wetten auf etwa 18 Basispunkte reduzierten. Länder wie Polen, Norwegen, Brasilien, Mexiko, Südkorea und Neuseeland haben angesichts der sich beschleunigenden Inflation die Zinsen bereits erhöht. Die EZB und die japanische Notenbank hingegen wollen die Wirtschaften weiterhin aggressiv ankurbeln.

Wall-Street-Schwergewichte raten zum Kauf

Die Angst vor Stagflation mag zunehmen, aber die Strategen einiger der größten Banken an der Wall Street sind der Meinung, dass dies ein guter Zeitpunkt ist, um Aktien zu kaufen. “Trotz der kurzfristigen Ungewissheit erwarten wir, dass sich der Aktienmarkt weiter erholen wird, da die Anleger das Vertrauen gewinnen, dass das derzeitige Inflationstempo nur vorübergehend ist”, schreiben etwa die Goldman-Sachs-Strategen. Deren Kollegen bei JPMorgan Chase & Co. sehen das ebenso und schreiben, dass die Stagflationsängste allmählich verblassen werden. Eine Umfrage der Deutschen Bank unter Marktexperten hingegen ergab, dass die Mehrheit bis zum Jahresende mit einem weiteren Rückgang der Aktienkurse um mindestens 5% rechnet. Laut der aktuellen Umfrage besteht ein “ziemlich starker Konsens”, dass eine Art von Stagflation wahrscheinlich ist.

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