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Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Ausbruch des Coronavirus treibt auch in dieser Woche die Anleger weiter um. Im vorbörslichen Handel scheint die Stimmung deutlich getrübt.

Anleger sorgen sich derzeit um die Auswirkungen des Coronavirus. Foto: dpa

Auch in dieser Woche dürften nach Einschätzung von Experten die möglichen Folgen des Coronavirus-Ausbruchs in China die Anleger weiter beschäftigen. Im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit hat Peking mehrere Millionenstädte abgeriegelt, die offiziellen Neujahrsfeiern gestrichen und Tempel sowie Touristen-Attraktionen geschlossen (verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im News-Blog). Schon die Sars-Pandemie hatte 2002/2003 das chinesische Wirtschaftswachstum gebremst.

Am Freitag hatten die Ängste vor dem Coronavirus die Börsen ins Minus gedrückt. Kräftige Aufschläge bei Intel begrenzten allerdings die Kursverluste am Gesamtmarkt. In Europa war die Ausbreitung des Virus auch eines der Hauptgesprächsthemen auf dem Parkett.

Hier schöpften Investoren aber Mut angesichts des verschärften Kampfs der chinesischen Regierung für eine Eindämmung der Krankheit: Der Dax legte 1,4 Prozent auf 13.576,68 Punkte zu und war damit nur rund 65 Punkte vom frisch erreichten Rekordhoch entfernt. Diese positive Stimmung scheint nun verflogen: Auf außerbörslichen Plattformen notiert der Dax vorbörslich mit 13.400 Punkten deutlich im Minus.

Neben den weiteren Entwicklungen bezüglich des Coronavirus-Ausbruchs dürfte Anleger heute die Vorlage des Ifo-Berichts zum Geschäftsklima im Januar interessant werden. In den USA stehen außerdem Immobiliendaten auf der Agenda.

1. Vorgaben aus den USA

Wiederaufkeimende Ängste vor dem Coronavirus haben die New Yorker Börsen nach einem Rekordlauf am Freitag ins Minus gedrückt. Kräftige Aufschläge bei Intel begrenzten allerdings die Kursverluste am Gesamtmarkt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 28.989 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,9 Prozent auf 9314 Punkte nach. Der breit gefasste S & P 500 büßte 0,9 Prozent auf 3295 Punkte ein.

2. Vorgaben aus Asien

Die Aktien in Asien stürzten am Montag infolge der zunehmenden Besorgnis über die wirtschaftliche Auswirkungen des sich ausbreitenden Coronavirus ab. „Alles, was die Anleger sehen, sind Schlagzeilen über das Coronavirus, was Investoren veranlasst, zu verkaufen“, sagte Takeo Kamai von CLSA in Tokio.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,8 Prozent tiefer bei 23.408 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,3 Prozent und lag bei 1708 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 2,8 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 3,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,2 Prozent.

3. Veröffentlichung des ifo Geschäftsklimaindex

Das ifo Geschäftsklima basiert auf monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels. Die circa 7000 Unternehmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Im Dezember erreichte der Index ein Sechs-Monats-Hoch. Nun stellen sich Anleger die Frage, ob das hohe Niveau verteidigt wird.

4. Debatte über US-Plan für den Nahen Osten

Israels Ministerpräsident Netanjahu und Oppositionsführer Gantz werden in Washington bei Präsident Trump erwartet. Trump hat einen Plan erarbeiten lassen, mit dem der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern beigelegt werden soll. Die Veröffentlichung des Plans war wegen der Wahlen in Israel immer wieder verschoben worden. Aus Sicht der Palästinenser ist Trump kein unparteiischer Vermittler, sie lehnen den noch unveröffentlichten Plan ab.

5. Trumps Verteidiger setzen ihre Plädoyers fort

Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump setzen seine Verteidiger ihre Plädoyers fort. Das Verteidiger-Team hatte am Samstag einen ersten kurzen Aufschlag gemacht. Trump muss sich im Senat wegen möglichen Amtsmissbrauchs und Behinderung der Kongressermittlungen verantworten.

Termine Unternehmen am 27. Januar

14:00 Uhr USA: Sprint, Q3-Zahlen

Termine Unternehmen am 27. Januar (ohne Uhrzeit)

USA: Whirlpool, Q4-Zahlen

Termine Konjunktur am 27. Januar

10:00 Uhr Deutschland: Ifo-Geschäftsklima 01/20

16:00 Uhr USA: Verkauf neuer Häuser 12/19

Sonstige Termine am 27. Januar

18:00 Uhr Deutschland: Jahresempfang Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands (BVMW) u.a. mit BVMW-Präsident Mario Ohoven, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und CSU-Chef Markus Söder Berlin

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