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Führungskräfte vertrauen ihren Mitarbeitern im Home Office immer noch nicht – obwohl sie dort mehr arbeiten

Woman rubbing her eyes in front of laptop. Working in home office during Covid-19 lockdown. - Copyright: Kathrin Ziegler/getty images
Woman rubbing her eyes in front of laptop. Working in home office during Covid-19 lockdown. - Copyright: Kathrin Ziegler/getty images

Manager von hybriden Teams haben immer noch kein volles Vertrauen in ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In einer neuen Microsoft-Umfrage sagen 85 Prozent der befragten Führungskräfte, dass sie aufgrund der Umstellung auf hybride Arbeitsformen nicht beurteilen können, ob ihre Mitarbeiter tatsächlich arbeiten. Für den „Work Trend Index Pulse“ von Microsoft wurden zwischen Juli und August 2022 mehr als 20.000 Personen in elf Ländern, darunter den USA, Europa, Australien und Neuseeland, befragt.

Da sie nicht sehen würden, wie ihre Mitarbeiter physisch an ihren Schreibtischen sitzen, hätten Führungskräfte das Gefühl, nicht zu wissen, ob und wie viel sie arbeiteten, so der Microsoft-Bericht. Dies habe zu einer "Produktivitätsparanoia" geführt, bei der sich die Führungskräfte ständig Sorgen darüber machen, wie viel Arbeit tatsächlich von den Angestellten geleistet wird.

Arbeitsbelastung seit Beginn der Pandemie gestiegen

Microsoft nutzte seine eigenen Workplace-Tools, wie beispielsweise Teams, um zu untersuchen, ob Remote- und Hybrid-Mitarbeiter tatsächlich mehr oder weniger Arbeit leisten. Dabei stellte sich heraus, dass die wöchentlichen Teams-Besprechungen für den durchschnittlichen Nutzer seit Beginn der Pandemie um 153 Prozent zugenommen haben. Das deute darauf hin, dass die Arbeitsbelastung gestiegen ist. Das Technologieunternehmen fand auch heraus, dass viele Mitarbeiter während virtueller Meetings mehr Multitasking betreiben und zum Beispiel auf E-Mails und Nachrichten antworten.

Dennoch gibt etwa die Hälfte der Hybrid-Manager an, dass sie nicht darauf vertrauen, dass ihre Mitarbeiter ihr Bestes geben – und mehr als die Hälfte gibt an, dass sie keinen Überblick darüber haben, was ihre Mitarbeiter wirklich tun. Bei den Managern, die ihre Teams im Büro betreuen, ist dies nur bei einem Drittel der Fall.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben dieses Misstrauen erkannt. Eine separate Umfrage von Beamery in diesem Jahr ergab, dass mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer glauben, ihr Chef halte sie für weniger produktiv, wenn sie von zu Hause aus arbeiten. Wirtschaftswissenschaftler sind jedoch anderer Meinung: Sie sagen, dass Remote-Mitarbeite tatsächlich mehr arbeiten.

Neue „Spannungsdynamik“ zwischen Chefs und Mitarbeitern

Laut Jared Spataro, Corporate Vice President of Modern Work bei Microsoft, gibt es eine "Spannungsdynamik" zwischen Managern und Angestellten, weil die Erwartungen im Zuge der Pandemie gestiegen seien. „Ich denke, es gibt eine Menge Emotionen auf beiden Seiten“, sagt er.

„Als Führungskraft denkt man, in egal welchem Geschäftsklima performen zu müssen. Gleichzeitig ist die Welt aber viel unbeständiger geworden, als sie es noch vor ein paar Jahren war“, so Spataro. „Es ist viel passiert und es passiert immer noch viel. Als Angestellter hat man das Gefühl, sich schwer zurechtzufinden. Bringt man diese beiden Dinge zusammen, kann das sehr explosive Momente hervorrufen.

Spatero sagt, eine Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen, bestehe darin, dass Führungskräfte klarere Erwartungen stellen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur an ihren „Tastenanschlägen“ zu messen – sondern den tatsächlichen Ergebnissen.

Dieser Text wurde von Hendrikje Rudnick aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.