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EZB-Studie zu Inflationsvorgaben spricht für Zielspannen

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Zentralbanken können die Inflationserwartungen besser kontrollieren, wenn sie statt einer präzisen Zielvorgabe für die Teuerung eine Spanne anvisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Europäischen Zentralbank, die Implikationen für die Strategieüberprüfung der Notenbank haben könnte.

Ein Arbeitspapier des Chefs der geldpolitischen Analyse, Michael Ehrmann, hat die Strategien zum Umgang mit Inflation in 20 Industrie- und Schwellenländern untersucht. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein Zielband für die akzeptable Teuerung der Glaubwürdigkeit einer Notenbank zugute kommt, da es das Risiko reduziert, das Ziel zu verfehlen.

“Die Tatsachen sprechen daher für die Verwendung eines Intervalls, sei es in Form einer Spanne oder eines Toleranzbandes um ein Punktziel herum”, so Ehrmann.

Im Rahmen ihrer weitreichenden Strategieüberprüfung debattiert die EZB darüber, ob ihr Inflationsziel von “mittelfristig unter, aber nahe 2%” geändert werden sollte. Während mehrere geldpolitische Entscheider signalisiert haben, dass ihnen die Formulierung zu vage ist, gibt es bisher keinen Konsens darüber, wodurch sie ersetzt werden sollte. Die Entscheidung soll im Jahresverlauf fallen.

Die US-Notenbank schloss ihre eigene Strategieüberprüfung im letzten Jahr mit der Entscheidung ab, für die Inflation ein Durchschnittsziel zu verfolgen. Dabei behielt sie ihre 2%-Vorgabe bei, lässt nach Perioden mit niedrigem Preiswachstum aber Teuerungsraten über der eigentlich anvisierten Marke zu. Die Bank of England hat ein Ziel von 2%.

Das EZB-Papier analysiert auch Unterschiede zwischen den Ländern in Hinblick darauf, welche Auswirkungen eine Verfehlung des Teuerungsziels hat. In Emerging Markets wäre es demnach am Schlimmsten, eine Bandbreite festzulegen und diese dann zu überschreiten, mit der Folge von Verunsicherung am Markt. In den Industrieländern bestünde indessen die größere Gefahr darin, ein hartes Ziel zu verfehlen.

“Das Verfehlen einer Zielspanne ist besonders schädlich für die Glaubwürdigkeit in Schwellenländern”, schrieb Ehrmann. Für fortgeschrittene Volkswirtschaften hingegen “stellen wir fest, dass Punktziele relativ schlecht abschneiden, wenn die Inflation wiederholt weit vom Ziel abweicht, und zwar in dem Sinne, dass die Inflationserwartungen stärker von der realisierten Inflation abhängig werden. Dies deutet darauf hin, dass der wirtschaftliche Kontext eine Rolle spielt.”

Überschrift des Artikels im Original:ECB Study on Inflation Targeting Finds Ranges Beat Hard Goals

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