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EZB nimmt bei Zinsen wohl den Fuß vom Gas: Der Tag mit Bloomberg

(Bloomberg) -- Die Europäische Zentralbank wird heute vermutlich einen gemächlicheren Kurs einschlagen als zuletzt und die Zinsen um 25 Basispunkte erhöhen. Das ist die Erwartung von Investoren und den von Bloomberg befragten Ökonomen, die durch einen Rückgang der Kerninflation in am Dienstag veröffentlichten Daten weiter untermauert wurde.

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Diskussionsbedarf besteht trotzdem. Denn mit 5,6% liegt jene Teuerungsrate, die Energie und Nahrungsmittel nicht berücksichtigt, immer noch weit über dem 2%-Ziel der EZB. Auch beim Bankensektor könnte es unterschiedliche Interpretationen geben. Einerseits schwächt sich die Kreditvergabe im Zuge der Zinserhöhungen ab. Ein starker negativer Einfluss der jüngsten Turbulenzen in dem Sektor ist bislang aber nicht zu erkennen.

So dürfte mal wieder ein Kompromiss notwendig sein. Ein kleinerer Zinsschritt könnte etwa mit der Aussicht auf weitere Straffung daherkommen. Umgekehrt wäre auch eine erneute Anhebung um 50 Basispunkte denkbar, wenn der Ausblick auf die nächsten Schritte dafür sanfter ausfällt.

AKTUELLE MELDUNGEN:

  • BMW will Aktien im Wert von bis zu 2 Milliarden Euro zurückkaufen und damit ein bestehendes Programm im selben Umfang fortschreiben. Die Q1-Marge im Autosegment übertraf die Erwartungen.

  • Volkswagen hat die Erwartungen für das Q1 übertroffen. Starke Nachfrage in den USA und Europa half den Rückgang in China auszugleichen

  • Vonovia verkauft 1.350 Wohnungen in Berlin, München und Frankfurt an CBRE Investment Management für rund €560 Mio, etwas unter dem Buchwert.

  • Infineon sieht die Q3-Segmentmarge leicht über den Prognosen der Analysten.

  • Der Verwaltungsrat von GAM empfiehlt den Aktionären, ihre Anteilsscheine an Liontrust zu veräußern.

  • Die KfW will dieses Jahr eine Rekordsumme in Risikokapital-Fonds stecken.

  • Die US-Notenbank hat die Zinsen noch einmal um einen Viertelprozentpunkt erhöht und angedeutet, dass dies angesichts wachsender Konjunkturrisiken der letzte Schritt im Straffungszyklus sein könnte.

  • Die Krise bei US-Regionalbanken spitzt sich zu: Im nachbörslichen Wall-Street-Handel sackte die Aktie der PacWest Bancorp um zeitweise 60% ab angesichts der Nachricht, dass die Bank unter verschiedenen Optionen auch einen Verkauf in Betracht zieht.

  • Die US-Börsenaufsicht verpflichtet große Hedgefonds, Verluste binnen 72 Stunden an die Aufsicht zu melden.

ANALYSEN:

  • Bill Ackman sieht den Bestand des US-Regionalbankensystems bedroht. “Wir sehen die Dominosteine fallen, mit großen systemischen und ökonomischen Kosten”, so der Hedgefonds-Manager.

AKTIENMÄRKTE | Die Börse Hongkong tendiert am Donnerstag freundlich angesichts der Aussicht auf eine Pause im Straffungszyklus der US-Notenbank. Der Aktienhandel in Tokio ruht weiter feiertagsbedingt. Die Wall Street schloss im Nachgang der Fed-Zinserhöhung um 25 Bp am Mittwoch leichter. Nachbörslich gab es eine 60%-Kursrutsch bei PacWest angesichts der Nachricht, dass die US-Regionalbank strategische Optionen prüft, darunter auch einen Verkauf. Dies ließ auch die Titel anderer Institute absacken. Für Europas deuten die Futures zum Handelsstart auf eine Seitwätsbewegung.

RENTENMÄRKTE | Mit Blick auf die Fed und die heutige Zinsentscheidung der EZB überwog am europäischen Staatsanleihemarkt am Mittwoch das Kaufinteresse leicht. Am Primärmarkt richten sich heute die Augen auf jeweils vier Anleihetranchen aus Spanien und Frankreich. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins um 25 Bp angehoben und die Tür für eine Pause im Strafungszyklus geöffnet.

ROHSTOFFMÄRKTE | Der Ölmarkt erholt sich am Donnerstag etwas vom Preissturz der beiden vorangegangenen Handelstage. “Es waren wieder einmal Panikverkäufe, die zweifellos durch den Algo-Handel verstärkt wurden”, erklärte Vandana Hari vom Analysehaus Vanda Insights. Gold indessen weitet den Preisanstieg vom Dienstag und Mittwoch aus auf den höchsten Stand seit über einem Jahr. Mit der Aussicht auf eine Fed-Straffungspause gerät die bisherige Rekordnotierung in Reichweite.

TERMINE AM DONNERSTAG

  • Quartalszahlen: Basler, Equinor, Anheuser-Busch Inbev, Swiss Re, Fraport, Rational, Vonovia, Zalando, Arcelormittal, Kontron, Capgemini, Elmos Semiconductor, Air France-KLM, Befesa, BMW, Henkel, Hugo Boss, Infineon, Rheinmetall, Scout24, Volkswagen, Novo Nordisk, Cliq Digital, Deutz, Uniper, PVA TePla, Shell, RTL, New Work, Washtec, A.P. Moeller-Maersk, Bertelsmann, Robert Bosch, Freenet

  • Konjunkturdaten: Handelsbilanz Deutschland; Dienste-PMI (2. Veröffentlichung); Erzeugerpreise EU, Pkw-Neuzulassungen

  • Hauptversammlungen: Allianz, Deutsche Post, RWE, Talanx

  • 10:00 Norges Bank, Zinsentscheidung

  • 14:15 EZB-Zinsentscheidung

  • 14:45 EZB-Präsidentin Lagarde hält Pressekonferenz nach Ratssitzung

  • Konjunkturdaten USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, Handelsbilanz, Produktivität ex Agrar

  • 18:00 Finanzminister Lindner, Diskussion mit Parteichefs von SPD, Grünen und CDU im Rahmen des Ludwig-Erhard-Gipfels

  • Quartalszahlen USA: Intercontinental Exchange Group, Conocophillips, Ferrari, Booking Holdings, Expedia, Apple

  • Bundeskanzler Scholz, Reise nach Äthiopien und Kenia (bis 6.5.)

  • Börsenfeiertag Japan

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