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EZB-Direktorin Schnabel erwartet keine dauerhaft höhere Inflation

·Lesedauer: 2 Min.

BADEN-BADEN (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet laut Direktorin Isabel Schnabel keinen dauerhaft erhöhten Preisniveauanstieg. "Aller Voraussicht nach wird sich die Inflation im kommenden Jahr wieder spürbar abschwächen", sagte Schnabel am Montag anlässlich des Baden-Badener Unternehmergesprächs. Die aktuellen Inflationszahlen seien in Anbetracht der sehr niedrigen Inflation im Vorjahr mit Vorsicht zu interpretieren, erklärte Schnabel. Die Notenbank sei jedoch wachsam und bereit, falls nötig zu handeln.

Zuletzt waren Inflationssorgen vor allem in der deutschen Öffentlichkeit stärker thematisiert worden. Die EZB hatte hingegen ihre sehr lockere Geldpolitik am vergangenen Donnerstag weitgehend bestätigt. Im August war die Inflationsrate in der Eurozone auf drei Prozent gestiegen. Sie liegt damit deutlich über dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent. In Deutschland hatte die Rate laut dem europäischen Inflationsindikator HVPI mit 3,4 Prozent den höchsten Wert seit 13 Jahren erreicht. Auch Schnabel erwartet, dass die Inflation bis zum Jahresende weiter steigen wird.

Die EZB werde jedoch nicht auf kurzfristige Schwankungen der Inflationsrate reagieren, so die deutsche Direktorin. Man erwarte, dass die Inflation ab Beginn des kommenden Jahres sich wieder deutlich abschwächen werde und im Laufe der Zeit wieder unter den Zielwert von zwei Prozent fallen werde. Derzeit würde die Inflation von statistischen Effekten getrieben. "Vereinfacht ausgedrückt, ist die Inflation heute vor allem deshalb so hoch, weil sie im Vorjahr so niedrig war", sagte Schnabel.

Sie verweist auf die Mehrwertsteuersenkung in Deutschland und den Preisverfall an den Rohstoffmärkten im Zuge der Pandemie, die dazu geführt hätten, dass die Inflation im vergangenen Jahr im Euroraum über längere Zeit negativ war. "Rechnet man also die Basiseffekte der Pandemie heraus, ist die Inflation momentan weiterhin eher zu niedrig als zu hoch", sagte Schnabel. Eine verfrühte Straffung der Geldpolitik drohe den beginnenden Aufschwung abzuwürgen.

Allerdings schließt auch Schnabel nicht aus, dass die Inflation höher ausfallen könnte als von der EZB erwartet. "Es mehren sich die Anzeichen, dass die derzeitige Rohstoffknappheit und die Störungen der Lieferketten länger anhalten könnten", so Schnabel. Je länger diese Probleme andauerten, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass steigende Kosten von Unternehmen an die Endverbraucher weitergegeben werden. Auch die positivere Stimmung der Menschen könnte dazu führen, dass die EZB ihr Inflationsziel schneller erreichen könnte. "Sollte die Inflation sich jedoch unerwartet schnell bei unserer Zielmarke von zwei Prozent einpendeln, dann werden wir ebenso zügig und entschlossen handeln."

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