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EZB-Direktor Panetta: Europa dank Euro zusammengewachsen

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - 20 Jahre nach Einführung des Euro-Bargelds sieht die Europäische Zentralbank (EZB) Potenzial für eine Ausweitung der Gemeinschaftswährung auf weitere Länder. "Aus dem Euro ergibt sich wirtschaftliche Stärke und das Bekenntnis dazu, mit der Zeit immer enger zusammenzuwachsen", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta der Deutschen Presse-Agentur in Frankurt.

In den EU-Verträgen haben sich alle Staaten der Europäischen Union verpflichtet, den Euro einzuführen, sobald sie die Voraussetzungen wie Preisstabilität und solide Staatsfinanzen erfüllen. Eine Ausnahme von der Regel erstritten sich im Vertrag von Maastricht nur Dänemark und das inzwischen aus der EU ausgetretene Vereinigte Königreich.

"Letztlich ist die Entscheidung über die Erweiterung des Euroraums politischer Natur, doch sie beruht auf der Beurteilung, wie es um die Einhaltung der wirtschaftlichen und rechtlichen Konvergenzkriterien bestellt ist", führte Panetta aus.

"Kroatien und Bulgarien haben offiziell verkündet, dass sie darauf hinarbeiten, den Euro am 1. Januar 2023 beziehungsweise am 1. Januar 2024 einzuführen. Die sukzessive Erweiterung des Euroraums zeigt, wie attraktiv unsere gemeinsame Währung ist", sagte Panetta. "Das Erreichen einer dauerhaften wirtschaftlichen Konvergenz ist jedoch Voraussetzung, um in den Genuss aller Vorteile der monetären Integration zu kommen und dafür, dass die Wirtschafts- und Währungsunion reibungslos funktioniert. Die Wirtschaftspolitik muss auf Dauer mit diesem Ziel in Einklang stehen."

Für 11 der damals 15 EU-Mitgliedstaaten wurde der Euro am 1. Januar 1999 gesetzliches Zahlungsmittel - zunächst nur elektronisch, vom 1. Januar 2002 an dann auch in Form von Scheinen und Münzen. Heute ist der Euro für gut 340 Millionen Menschen in 19 EU-Staaten offizielles Zahlungsmittel. Als bislang letztes Land war zum 1. Januar 2015 Litauen in den Kreis der Euroländer aufgenommen worden.

"Nie zuvor war unsere Währung so beliebt wie 2021: Laut der aktuellen Eurobarometer-Umfrage befürworten 78 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer aus dem Euroraum die gemeinsame Währung", sagte Panetta. "Diese Unterstützung hat in den jüngsten Krisen nichts an Stärke eingebüßt, was zeigt, dass der Euro für mehr steht als nur für Wirtschaft. Und in der Tat hat sich unsere Währung für die Menschen im Euroraum und weltweit zu einem der greifbarsten Symbole Europas entwickelt."

Panetta bekräftigte: "Die gemeinsame Währung führt uns zusammen. Dadurch werden wir stärker." Auch die "konkreten wirtschaftlichen Vorteile des Euro" dürften nicht vergessen werden, sagte er. "Oft betrachten wir diese als selbstverständlich. Durch die Beseitigung des Wechselkursrisikos und geringere Transaktionskosten hat der Euro zu engeren wirtschaftlichen Verbindungen zwischen den Ländern beigetragen. Grenzüberschreitende Aktivitäten sind für Unternehmen und Privatpersonen einfacher geworden." Weil der Euro den Binnenmarkt unterstütze, profitierten die Verbraucherinnen und Verbraucher von günstigeren Preisen und einer größeren Auswahl.

"Der Euro und der mit ihm verbundene freie Personen-, Waren- und Dienstleistungsverkehr haben unser Leben einfacher gemacht", bilanzierte Panetta. "Die Bürgerinnen und Bürger in Europa können in 19 verschiedenen Ländern arbeiten, sie bereisen und dort studieren, ohne Geld wechseln zu müssen. Diese Erfahrungen sind bedeutend und führen uns vor Augen, wie weit wir die Integration schon vorangebracht haben."

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