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EZB zum digitalen Euro: Wichtig als globale Rechnungswährung

·Lesedauer: 3 Min.

Während Schweden, China und die Bahamas schon fleißig an der eigenen digitalen Ausgabe der Landeswährung arbeiten, hinken andere Länder in Bezug auf die CBDCs (digitale Zentralbankwährungen) eher hinterher. Die Europäische Zentralbank (EZB) erklärt nun, dass die Nichteinführung des digitalen Euros auch Nachteile haben kann – der Startschuss für Europas CBDC?

Nachdem sich die Finanzminister einiger europäischer Länder klar für ein Pilotprojekt des digitalen Euros ausgesprochen haben, äußerst sich nun die EZB im Detail zu den Vorteilen der CBDCs. Konkret geht es in einem dahingehenden Bericht über die Risiken, die eine Nichteinführung des digitalen Äquivalents des Euro mit sich bringen könnte. Schließlich könnte der digitale Euro dem EU-Wirtschaftsraum als globale Rechnungswährung gewisse Vorteile beschaffen. In dem Bericht heißt es:

„Die internationale Rolle des Euro wird in erster Linie durch eine vertiefte und vollständigere Wirtschafts- und Währungsunion, einschließlich der Weiterentwicklung der Kapitalmarktunion, im Rahmen der Verfolgung einer soliden Wirtschaftspolitik im Euroraum unterstützt.“

Ferner zeigt die EZB in dem untenstehenden Chart auf, dass die internationale Bedeutung des Euro in der letzten Zeit stabil geblieben ist.

Digitaler Euro/CBDC: Ein Bild der EZB
Digitaler Euro/CBDC: Ein Bild der EZB

Ferner gibt die EZB an, dass der Euro nach wie vor die zweitwichtigste Währung im globalen Finanzsystem darstellt:

Digitaler Euro/CBDC: Ein Bild der EZB
Digitaler Euro/CBDC: Ein Bild der EZB

Europas CBDC: Weiter im Rennen bleiben

Die EZB plant die finanzielle Vorherrschaft nicht aufzugeben. Ferner erörtert die EZB, welche Vorteile eine digitale Version des Euros mit sich bringen könnte:

„Digitale Zahlungsmittel-spezifische Eigenschaften wie Sicherheit, geringe Transaktionskosten und Bündelungseffekte könnten jedoch die internationale Akzeptanz einer Währung begünstigen. Diese Eigenschaften können zusammenwirken, um positive Rückkopplungsschleifen bei der Verwendung einer Währung als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel zu erzeugen und somit Auswirkungen auf ihre globale Attraktivität zu haben.”

Allerdings sieht die EZB eine eigene CBDC nicht zwangsläufig als „Game Changer“ an. Des Weiteren ergab eine Umfrage der EZB, dass niedrige oder negative Zinssätze durchaus als Grund zur Sorge bewertet werden.

Ein Bild von BeInCrypto.com
Ein Bild von BeInCrypto.com

Die Vorteile digitaler Zentralbankwährungen

Die EZB führt an, dass vor allem der Sicherheitsaspekt dazu beitragen könnte, eine CBDC zu internationaler Akzeptanz zu führen.

„Dies könnte sowohl seine Attraktivität für inländische Nutzer als auch seine Attraktivität für grenzüberschreitende Einzelhandelstransaktionen und als Wertaufbewahrungsmittel sein.“

Ferner soll ein weiterer Pluspunkt die niedrigen Transaktionskosten sein.

„Eine CBDC hätte das Potenzial, den Zugang zu Zahlungsdiensten zu erweitern, die finanzielle Inklusion zu fördern und die Aufschläge traditioneller Vermittler zu senken.“

Die Interoperabilität ist ein wichtiger Kernpunkt, um die grenzüberschreitenden Zahlungen effizient zu schließen und währungsübergreifende Zahlungen möglich zu machen. Klar ist, dass der Trend der Digitalisierung auch vor Währungen nicht Halt macht. Entsprechend wächst die Anzahl derer, die Währungen im digitalen Raum nutzen. Ist ein Wirtschaftsraum dort mit der eigenen CBDC präsent, erhöht das die Chancen langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Beitrag EZB zum digitalen Euro: Wichtig als globale Rechnungswährung erschien zuerst auf BeInCrypto.