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Extinction-Rebellion-Gründer plant neue Proteste

Extinction Rebellion gilt als eher radikale Klimaprotest-Bewegung. Immer dabei: Roger Hallam. Ein Experte auf dem Gebiet des zivilen Ungehorsams.

Der Mitbegründer von Extinction Rebellion bei einer Demonstration der Umweltbewegung. Foto: dpa

Roger Hallam muss sich manchmal selbst kneifen. Der Brite ist einer der Gründer von Extinction Rebellion und will mit den Klima-Aktivisten am Montag das Regierungsviertel in London blockieren. Während der Höhepunkt seiner Woche als Bauer in Wales früher die Fahrt in den Ort und der Einkauf von Humus gewesen seien, finde er sich heute in dieser „Filmwelt“ wieder, wo ihm reiche Amerikaner ihre Unterstützung zusicherten, erzählte der 53-Jährige.

Die Klima-Aktivisten haben in den vergangenen zwölf Monaten mehrfach London mit Sitzblockaden lahmgelegt. „Der einzige Weg, unser Aussterben zu verhindern, ist ziviler Ungehorsam der Massen“, sagt Hallam. Der hagere Mann mit dem Vollbart und den langen grauen Haaren hat mehrere Jahre als Doktorand am King’s College zur Geschichte des zivilen Ungehorsams geforscht. Als Vorbilder nennt er Gandhi und Martin Luther King. Seit der „Declaration of Rebellion“ im Oktober 2018 auf dem Londoner Parliament Square ist Extinction Rebellion rasant gewachsen. Längst gibt es auch Aktionen außerhalb Großbritanniens. Und Hallam ist immer ganz vorne mit dabei.

Mehr: Extinction Rebellion kämpft für ähnliche Ziele wie Fridays for Future – mit härteren Mitteln. Am Montag soll eine „Rebellionswelle“ starten.