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Ex-Wirecard-Chef Braun bleibt in Untersuchungshaft

·Lesedauer: 1 Min.
Braun im November 2020 vor dem Untersuchungsausschuss

Der frühere Wirecard-Chef Markus Braun bleibt in Untersuchungshaft. Das ordnete am Freitag das Oberlandesgericht München an. Der Haftbefehl gegen einen weiteren Beschuldigten im Wirecard-Skandal, Stephan E., wurde nach Angaben des Gerichts hingegen gegen Auflagen aufgehoben. E. war Chef-Buchhalter von Wirecard. Braun und zwei Ex-Vorstände waren im Juli 2020 festgenommen worden.

Wirecard hatte Ende Juni Insolvenz 2020 angemeldet. Der Zahlungsdienstleister soll jahrelang seine Bilanzen gefälscht haben. Insgesamt 1,9 Milliarden Euro, die auf Treuhandkonten in Asien liegen sollten, sind nicht auffindbar. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Braun, einer der Hauptverantwortlichen für "gewerbsmäßigen Bandenbetrug" zu sein, bei dem die Wirecard-Chefetage über Jahre Scheingeschäfte in Milliardenhöhe verbucht haben soll, um das Unternehmen über Wasser zu halten und Kredite zu erschwindeln.

Braun hatte sich im Mai über seinen Kommunikationsberater in der "Zeit" geäußert. Er will von dem milliardenschweren Betrug erst aus den Akten der Ermittler erfahren haben. Die Verantwortung schob er auf seinen früheren Geschäftspartner Jan Marsalek. Das frühere Geschäftsführungsmitglied Marsalek ist auf der Flucht und wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.

ilo/jm

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