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Ex-Airbus-Manager spricht über den Milliarden-Flop A380: „Wir haben klar einen Designfehler gemacht“

·Lesedauer: 2 Min.
 John Leahy
John Leahy

Mitte März dieses Jahres ist der letzte Airbus A380 aus den Fertigungshallen in Toulouse gerollt — ein Flugzeugtyp, der für den Hersteller bei Entwicklungskosten von knapp 12 Milliarden US-Dollar zum finanziellen Debakel wurde. Im Gespräch mit dem „Stern“ sprach John Leahy über die drei Hauptfehler bei Konzeption und Fertigung des Problemmodells. Der 70-jährige Ex-Airbus-Manager gilt als Branchenlegende und verschob für den A380 sogar seine eigentlich für 2017 geplante Pensionierung.

Leahy sagte dem Magazin, dass der A380 selbst nicht der Fehler gewesen sei. Problem sei vielmehr gewesen, „dass sie es nicht richtig hinbekommen haben“. Zu einem großen Teil habe das an den Triebwerken gelegen. Deren Hersteller hätten zum Start des Programms im Jahr 2000 versichert, dass es sich um die neueste Generation handele und es zehn Jahre bis zu den nächsten spürbaren Verbesserungen dauern würde. Schon drei Jahre später seien aber für die Boeing 787 Antriebe mit zehn bis zwölf Prozent besserem Spritverbrauch gebaut worden. Der Flug mit der A380 rentiere sich daher nur bei einer Besetzung von 85 bis 95 Prozent — „das ist eine sehr kleine Gewinnspanne für ein großes Flugzeug“, so Leahy.

Zu viel Gewicht und Abstimmungsprobleme bei den Designteams

Ein weiterer Fehler sei gewesen, dass man geplant hatte, wenige Jahre nach der Basisversion auch eine gestreckte Version, die A380-900, herauszubringen — als Frachter, wie Leahy sagt. Dafür habe man schon in das Basismodell extra Gewicht eingebaut, obwohl optimale Frachter eigentlich wenig zusätzliches Gewicht mit sich herumschleppen würden. „Da haben wir klar einen Designfehler gemacht“, so Leahy zum „Stern“.

Ein dritter Fehler sei Verwirrung zwischen den Designteams in Deutschland und Frankreich gewesen. Das habe die Produktionskosten in die Höhe getrieben und die Zuverlässigkeit verringert. Airbus hatte den A380 ursprünglich für 2006 angekündigt, den Start aufgrund von Auslieferungsschwierigkeiten aber auf 2007 verschieben müssen — zum Ärger der Airlines und mitten hinein in die Finanzkrise. Vom Grundgedanken des Typs zeigt sich Leahy im „Stern“ allerdings noch immer überzeugt: „Hätten wir all die Fehler vermieden, die ich genannt habe, hätten wir ein absolutes Gewinner-Flugzeug gehabt.“

sb

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