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Ex-AfD-Landeschef und Ehemann der Berliner AfD-Vorsitzenden Brinker verbreitet Mordaufruf an Merkel bei Facebook

Josh Groeneveld
·Lesedauer: 2 Min.
Günter Brinker und seine Ehefrau, die heutige Berliner AfD-Chefin Kristin Brinker, bei einer Wahlparty im März 2016
Günter Brinker und seine Ehefrau, die heutige Berliner AfD-Chefin Kristin Brinker, bei einer Wahlparty im März 2016

Der ehemalige Berliner AfD-Chef Günter Brinker hat in einem AfD-internen Facebook-Chat einen Mordaufruf an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verbreitet. Business Insider liegt ein Screenshot der Nachricht vor.

In dem Post, den Brinker in der Nacht zum Freitag um 01.13 Uhr in den Gruppenchat weiterleitete, heißt es wörtlich: "Was da abgeht ist eine bodenlose Frechheit, das die Merkel Drecksau überhaupt noch lebt wunder mich sehr. Ich denke das Stück Dreck ist so beschützt das keiner dazu kommt, oder die Deutschen haben keine Eier?" Die Nachricht wurde von mehreren Gruppenmitgliedern — darunter Kirsten Brinker, Berliner AfD-Chefin und Günter Brinkers Ehefrau — gelesen, aber nicht kommentiert. Insgesamt blieb sie fast neun Stunden online.

Die weitergeleitete Nachricht im Facebook-Chat
Die weitergeleitete Nachricht im Facebook-Chat

Auf Anfrage von Business Insider behauptete Brinker, das Weiterleiten des Mordaufrufs gegenüber der Bundeskanzlerin in den AfD-Chat sei ein Versehen gewesen. Er habe den Post löschen wollen, sei aber technisch nicht sehr versiert und "auf den falschen Knopf gekommen". Den Inhalten der weitergeleiteten Nachricht stimme er nicht zu. Auch Kirsten Brinker sprach auf Anfrage von Business Insider von einem Versehen, ihr Ehemann "sei nicht so firm in technischen Dingen".

Tatsächlich postete dieser am Freitagmorgen um 10.08 Uhr eine Nachricht in den internen AfD-Chat: "Der weitergeleitete Text sollte eigentlich gelöscht werden und ist versehentlich verschickt worden. Bitte um Entschuldigung und um Löschung." Der Post wurde etwa um die gleiche Zeit gelöscht. Nach Informationen von Business Insider erfolgte diese Reaktion Brinkers jedoch erst, nachdem der von ihm geteilte Mordaufruf auf die Tagesordnung des Berliner AfD-Vorstands gesetzt wurde.

Brinker beschimpfte und drohte Berliner AfD-Funktionären

Brinkers Version der Geschehnisse wirft weitere Fragen auf. Wer einen Post bei Facebook weiterleiten will, muss zunächst unter diesem auf "Teilen" klicken und dann gezielt die Gruppe oder den Chat auswählen, in die der Post weitergeleitet werden soll. Die Löschfunktion befindet sich bei Facebook zudem an ganz anderer Stelle. Um einen Post weiterzuleiten, statt ihn zu löschen, muss also mehr passieren, als "auf den falschen Knopf" zu kommen.

Brinker wird zudem nicht das erste Mal mit fragwürdigen Einlässen in internen Chats auffällig. Business Insider liegen Nachrichten vor, in denen er AfD-Funktionäre als "dreckige ekelhafte Looser (sic!) und Widerlinge" und "Verräter" bezeichnet. In zwei Fällen droht Brinker den Adressaten. "Jeder Verräter bekommt sein Karma. Das Pendel schlägt bald auch bei dir zu", heißt es in einer Nachricht. In einer anderen (sic!): "Auch für dich werden ihr ihre Verräter sehr harte Strafen zurecht kriegen. Du bist mit dabei!!!!!!! Es wird Zeit!!!!!!!!!!!!!" Der letzten Nachricht sind ein Emoji eines dunkelhäutigen Mannes sowie einer Frau mit Kopftuch beigefügt.