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Eurozone: Wirtschaftsstimmung trübt sich stärker ein als erwartet

BRÜSSEL (dpa-AFX) -Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im September stärker eingetrübt als erwartet. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 3,6 Punkte auf 93,7 Punkte, wie die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang auf 95,0 Punkte erwartet. Der Indikator sank auf den niedrigsten Stand seit November 2020 und liegt noch weiter unter seinem langfristigen Durchschnitt. Es ist der vierte Rückgang in Folge.

In den Industrie- und Dienstleistungsbetrieben der Eurozone trübte sich die Stimmung erneut ein. Nach einer Erholung im Vormonat verschlechterte sich auch wieder das Verbrauchervertrauen. Auch die Indikatoren für den Einzelhandel und die Bauwirtschaft gaben nach.

Die Wirtschaft in der Eurozone wird derzeit durch hohe Energiepreise und anhaltende Lieferkettenprobleme belastet, die durch den Krieg in der Ukraine und die harte Coronapolitik in China ausgelöst wurden. Die anhaltend sehr hohe Inflation drückt auf die Wirtschaftsstimmung. Hinzu kommen deutliche Leitzinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB), die künftig die Wirtschaftsentwicklung belasten dürften.