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Eurovision Song Contest 2023: Was man vor dem Finale wissen sollte

Es ist wieder so weit: Der Eurovision Song Contest findet 2023 vom 9. bis zum 13. Mai statt. Alles Wissenswerte rund um den diesjährigen Grand Prix.

Der Eurovision Song findet 2023 in Liverpool statt. (Bild: 2018 Review News/Shutterstock.com)
Der Eurovision Song findet 2023 in Liverpool statt. (Bild: 2018 Review News/Shutterstock.com)

In diesem Jahr steht der Musikwettbewerb unter dem Motto "United By Music", zu Deutsch: "Vereint durch Musik". Eigentlich gewann die ukrainische Band Kalush Orchestra mit "Stefania" den ESC in Turin. Doch aufgrund des russischen Angriffskrieges wurde der Austragungsort nach Liverpool verlegt. Gibt es 2023 sonst noch Änderungen und wer steht im Finale? Alle wichtigen Informationen im Überblick.

Wann und wo finden die Halbfinals und das Finale statt?

Das beiden Halbfinale fanden bereits am 9. Mai und am 11. Mai statt. Das große Finale steigt am Samstag, dem 13. Mai, um 21 Uhr. Alle drei Shows finden in Liverpool, genauer gesagt in der M&S Bank Arena, statt.

Die Moderatorinnen Alesha Dixon (l-r), Julia Sanina und Hannah Waddingham während des ersten Halbfinales beim 67. Eurovision Song Contest
Die Moderatorinnen Alesha Dixon (l-r), Julia Sanina und Hannah Waddingham während des ersten Halbfinales beim 67. Eurovision Song Contest. (Bild: Vesa Moilanen/Lehtikuva/dpa) (Vesa Moilanen/Lehtikuva/dpa)

Die Moderation übernehmen Julia Sanina (32), Graham Norton (60), Hannah Waddingham (48) und Alesha Dixon (44). Die Halbfinals wurden von Sanina, Waddingham und Dixon als Trio vorgestellt. Doch auch der ukrainische ESC-Moderator Timur Miroshnychenko (37) gehört zum Team. Er ist unter anderem als Korrespondent im Einsatz und gibt per Live-Schalte Eindrücke aus der Ukraine.

Wer steht am Ende im Finale?

Wer am Ende im Finale auf der Bühne seinen Song präsentieren darf, wurde in den beiden Halbfinals entschieden. Im ersten konnten sich Kroatien, Moldau, die Schweiz, Finnland, Tschechien, Israel, Portugal, Schweden, Serbien und Norwegen durchsetzen.

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Im zweiten qualifizierten sich nun auch Albanien, Zypern, Estland, Belgien, Österreich, Litauen, Polen, Australien, Armenien und Slowenien.

Nur fünf Länder, die Big Five, und der Gastgeber und das Gewinnerland des letzten Jahres, die Ukraine, sind automatisch im Finale und müssen sich nicht vorher qualifizieren. Die Big Five sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien, sie zahlen den größten Anteil am Etat der Europäischen Rundfunkunion (EBU).

Diese Regelung besteht seit 1996, als der deutsche Beitrag, der Schlagersänger Leon mit seinem Song "Planet of Blue", die Final-Qualifikation nicht schaffte. Als Reaktion weigerte sich die ARD die Show auszustrahlen und verschob sie ins Programm des NDR - sehr zum Ärger der norwegischen Gastgeber, denn dadurch fehlten den norwegischen Sponsoren des ESC zahlreiche deutsche Zuschauer. Es wurde entschieden, dass fünf Länder künftig kein Halbfinale mehr bestehen müssten, denn ohne diese Big Five würde es beim Finale "einen erheblichen Abfall der eurovisionären Zuschauermenge" geben, so die Erklärung auf eurovision.de.

Wer sind die Favoriten?

Vor allem ein Land steht bei den Buchmachern ganz weit oben: Schweden. Für das skandinavische Land tritt erneut Loreen (39) an, die Sängerin hat mit "Euphoria" bereits 2012 den Sieg eingefahren. Jetzt versucht sie erneut in Liverpool ihr Glück, mit dem Titel "Tattoo". Die Wettbüros rechnen aktuell mit einer 42-prozentigen Siegchance, damit steht Schweden auf dem ersten Platz der Fan-Community "eurovisionworld.com". Aber auch andere Künstlerinnen und Künstler zählen zu den Favoriten.

Direkt hinter Schweden befindet sich laut dem Portal das Nachbarland Finnland. Hier sehen die Wettbüros eine 23-prozentige Siegchance. "Cha Cha Cha" von Käärijä kommt bei vielen gut an, zählt ähnlich wie Schweden zu den Top-Favoriten. Der 29-jährige Rapper stand oberkörperfrei und mit einer neongrünen Puff-Jacke auf der Bühne des nationalen Entscheids, sang auf Finnisch und gewann am Ende haushoch.

Mehr zu den aktuellen Favoriten lesen Sie hier

Wer vertritt Deutschland 2023 beim ESC?

Im deutschen Vorentscheid konnte sich im März die Dark-Rock-Band Lord Of The Lost durchsetzen. Die Gruppe aus Hamburg wurde 2009 gegründet und war bereits mit Iron Maiden bei 18 Shows in 16 Ländern auf Tour. Ihr Song "Blood & Glitter" konnte vor allem das Publikum überzeugen, am Ende reichte es für den Sieg.

Lord Of The Lost bewegen sich zwischen Industrial-Rock und Gothic-Metal und bestehen aus Sänger und Gitarrist Chris Harms, Gitarrist Pi Stoffers, Bassist Klaas Helmecke, Multi-Instrumentalist Gared Dirge und Schlagzeuger Niklas Kahl.

Wann startet Deutschland?

Die Startreihenfolge für das große Finale steht fest: Für Deutschland springt dabei einer der hinteren Plätze heraus. Wie die Veranstalter am Freitag bekannt gegeben haben, werden Lord of the Lost als 21. Act auf der Bühne stehen.

Der hintere Rang könnte der Hamburger Band womöglich in die Karten spielen. Denn häufig bleiben dem TV-Publikum die späteren Auftritte besser im Gedächtnis. Zur Erinnerung: ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut (31) trat 2010 beim ESC in Oslo als 22. Künstlerin auf. Malik Harris (25) hingegen erhielt 2022 mit seinem 13. Startplatz einen Rang im Mittelfeld und ging als Letzter aus dem Wettbewerb.

Den wohl undankbarsten ersten Startplatz hat das Duo Teya & Salena erhalten, das für Österreich den Song "Who the Hell is Edgar?" singt - direkt nach dem allgemeinen Intro des internationalen Musikwettbewerbs. Als Letztes wird Mae Muller (25) ihr Lied "I Wrote a Song" für Großbritannien performen.

Wie wird das Motto "United By Music" umgesetzt?

Das Motto des diesjährigen ESC lautet "United By Music". Wie es auf der offiziellen Webseite der Veranstaltung heißt, soll der Slogan "Vereint durch Musik" die "einzigartige Partnerschaft zwischen dem Vereinigten Königreich, der Ukraine und der Gastgeberstadt Liverpool" verdeutlichten. "Sowie die unglaubliche Kraft der Musik, Gemeinschaften zusammenzubringen." Es würde auch die Ursprünge des Wettbewerbs widerspiegeln, der ins Leben gerufen wurde, "um Europa durch ein gemeinsames Fernseherlebnis in verschiedenen Ländern näher zusammenzubringen".

Inspiriert von den Flaggen der Ukraine und des Vereinigten Königreichs sollen die verwendeten Farben "die Freude und Vielfalt des Wettbewerbs widerspiegeln", heißt es weiter. Ein farbenfroher Effekt erzeugt eine Reihe von Herzen, von denen jedes auf Rhythmus und Klang reagiert. Damit soll das im Kollektiv schlagende Herz aller Kandidaten und Zuschauer verdeutlicht werden. Die verwendete Schrift heißt "Penny Lane", inspiriert von den eisernen Schildern aus dem 20. Jahrhundert, die Liverpools Straßennamen tragen.

Welche Länder dürfen nicht teilnehmen?

Belarus wurde bereits 2021 von der Europäischen Rundfunkunion vom Wettbewerb suspendiert. Deshalb sind sie auch 2023 nicht mit von der Partie. "Die EBU hat die Unterdrückung der Medienfreiheit in Belarus genau beobachtet und hat wiederholt an das EBU-Mitglied BTRC appelliert, unsere Kernwerte der Meinungsfreiheit, Unabhängigkeit und des Verantwortungsbewusstseins aufrechtzuerhalten", hieß es damals in einer Mitteilung.

Russland wurde ebenfalls nach dem Einmarsch in die Ukraine vom ESC ausgeschlossen.

Um den Wettbewerb nicht weiter zu politisieren, gibt es nach Angaben der Veranstalter kein Grußwort des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Staatschef hatte sich angeblich beim Finale mit einer Videobotschaft an die Zuschauerinnen und Zuschauer wenden wollen. Doch die austragende Europäische Rundfunkunion (EBU) sprach sich laut Mitteilung dagegen aus. Selenskyj habe "lobenswerte Absichten", aber sein Wunsch verstoße "bedauerlicherweise" gegen die Regeln. In Kiew dementierte Selenskyjs Sprecher bei Facebook, dass sich das Präsidentenbüro mit einer derartigen Bitte an die EBU gewandt habe.

Wie funktioniert die diesjährige Abstimmung?

Dieses Jahr haben die Verantwortlichen neue Voting-Regeln ins Leben gerufen. So können auch die Zuschauerinnen und Zuschauer der Länder abstimmen, die nicht an dem Wettbewerb teilnehmen. Das ist über ein kostenpflichtiges Online-Voting möglich. Die Ergebnisse zählen so viel wie die Votings der teilnehmenden Länder und werden in der Live-Show bekannt gegeben.

Eine weitere Neuerung: Es gab keine Jury in den Halbfinals. Nur über ein Telefon-Voting wurde entschieden, wer am Ende im Finale auf der Bühne steht.

Ansonsten bleibt alles wie gehabt im großen Finale. Dort zählt das Jury-Votum weiterhin zu 50 Prozent, die andere Hälfte ergibt sich aus einem Telefon-Voting. Fans können per SMS, Telefon oder über die offizielle App ihre Stimme abgeben. Man kann allerdings nicht für sein eigenes Land abstimmen. Jedes Land hat zusätzlich eine eigene nationale Expertenjury. Aus den Ergebnissen des Jury- und des Telefon-Votings werden jeweils Punkte berechnet: Der bestplatzierte Song erhält zwölf Punkte, danach folgen zehn Punkte sowie acht bis einen Punkt.

Die Jury-Ergebnisse werden danach jeweils von nationalen Sprechern verkündet. Währenddessen werden die Telefon-Voting-Ergebnisse gesammelt und schließlich von unten nach oben addiert. Das Land, das am Ende ganz oben auf der Punktetafel steht, hat den Eurovision Song Contest gewonnen.

Im Video: Vorfreude in Liverpool - "Die ganze Stadt ist im ESC-Modus"