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Unwetter in Europa zehren an Allianz-Gewinn

picture alliance / dpa

München (dpa) - Die schweren Unwetter in Slowenien, Österreich und Italien sind die Allianz im Sommer teuer zu stehen gekommen. Die Folgen von Naturkatastrophen kosteten den Versicherer im dritten Quartal fast 1,3 Milliarden Euro und damit knapp viermal so viel wie ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Freitag in München mitteilte. Der operative Gewinn brach dadurch um 15 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro ein.

Vorstandschef Oliver Bäte sieht die Allianz aber auf Kurs, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn zwischen 13,2 und 15,2 Milliarden Euro einzufahren. Nach den ersten neun Monaten liegt sie bei knapp 11 Milliarden Euro.

In Deutschland verursachten vor allem die Stürme «Denis», «Erwin» und «Bernd» mit Hagel und Starkregen im Sommer hohe Schäden, wie Finanzchef Giulio Terzariol in einer Telefonkonferenz mit Journalisten erläuterte. Ein Sprecher bezifferte die Belastung hierzulande auf fast 600 Millionen Euro. Hinzu kamen Unwetter in Italien mit etwa 400 Millionen Euro und die verheerenden Überschwemmungen in Österreich, Slowenien und Kroatien.

Viel Unwetter in Europa

Die verheerenden Überschwemmungen in Österreich, Slowenien und Kroatien sowie die Unwetter in Norditalien schlugen bei der Allianz teuer zu Buche. Der operative Gewinn im Schaden- und Unfallgeschäft brach um ein Viertel auf gut 1,4 Milliarden Euro ein. Die Schäden durch Naturkatastrophen von knapp 1,3 Milliarden Euro zehrten in der Sparte 7,3 Prozent der Einnahmen auf - so viel wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Selbst nach der schweren Flutkatastrophe in Deutschland im Juli 2021 hatte diese Quote bei 4,9 Prozent gelegen.

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Besser lief es für die Allianz in der Lebens- und Krankenversicherung. Der operative Gewinn ging zwar um rund fünf Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Dies lag jedoch vor allem an veränderten Währungskursen und Übergangseffekten infolge einer neuen Rechnungslegung.

Unterdessen sammelten die Fonds der Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) zusätzliches Geld von Kunden ein. Im dritten Quartal verbuchten sie Nettomittelzuflüsse von 10,5 Milliarden Euro. Die gesamte Fondssparte hielt ihren operativen Gewinn mit 788 Millionen Euro praktisch stabil. Zwar sanken die operativen Erträge um knapp drei Prozent, allerdings sammelte die Sparte höhere erfolgsabhängige Provisionen ein.

Unter dem Strich entfiel auf die Allianz-Aktionäre im dritten Quartal ein Überschuss von gut zwei Milliarden Euro und damit fast 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals hatte der Konzern einen Sondergewinn eingestrichen, weil er Vermögenswerte von AGI in den USA auf einen Geschäftspartner übertragen hatte. Der Grund dafür war allerdings ein milliardenschwerer Anlageskandal: AGI musste deshalb auf Geheiß der Behörden den Großteil ihres US-Geschäfts abgeben.