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Corona-Maßnahmen schicken Eurokurs auf Talfahrt

·Lesedauer: 2 Min.

Die Verkündung härterer Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung setzen den Euro unter Druck. Als sicher geltende Währungen wie der Dollar und der Yen profitieren.

In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Foto: dpa
In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Foto: dpa

Die Zuspitzung der Coronakrise hat den Euro am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1732 US-Dollar. Im frühen Handel hatte sie noch knapp unter der Marke von 1,18 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1727 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8527 Euro.

Die Regierungen in der Eurozone greifen zu immer härteren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus. In Deutschland haben sich Bund und Länder Kreisen zufolge auf weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens geeinigt. Die Maßnahmen sollen demnach bereits am 2. November in Kraft treten und den ganzen restlichen Monat gelten. Auch die Franzosen müssen sich auf neue Einschränkungen einstellen. Staatschef Emmanuel Macron will am Mittwochabend neue Maßnahmen verkünden. Der Euro litt unter der Entwicklung, während als sicher geltende Währungen wie der Dollar und der Yen profitierten.

Die wirtschaftlichen Belastungen neuer Einschränkungen könnten hoch ausfallen. Es steige das Risiko einer zweiten Rezession in Deutschland deutlich, warnte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Viele Unternehmen seien wegen des ersten Lockdowns im Frühjahr noch sehr geschwächt. „Man kann die Wirtschaft nicht wie eine Lampe ein- und abschalten, ohne dass es zu massiven Schäden kommt“, mahnte Krämer.

Die Zuspitzung der Lage erhöht den Druck auf die EZB, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Experten erwarten auf der Sitzung an diesem Donnerstag zwar noch keine neuen Schritte. Notenbankchefin Christine Lagarde dürfte jedoch die Bereitschaft für eine Ausweitung des in der Krise aufgelegten Anleihekaufprogramm PEPP signalisieren. Eine lockere Geldpolitik belastet tendenziell eine Währung.

Spekulationen auf eine Einigung im Brexit-Streit ermuntern Anleger zum Kauf von Pfund Sterling. Die britische Währung verteuert sich auf 1,1075 Euro. Zur US-Valuta grenzte sie ihre Verluste ein und kostete 1,3001 Dollar. Einem Agenturbericht zufolge gibt es Bewegung in der Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU.