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Euro hält sich knapp über 1,12 US-Dollar

Vor dem Wochenende stehen in Europa und den USA einige Konjunkturdaten an. Die Verschärfung in der Coronakrise hat die Kurse etwas gedrückt.

In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Foto: dpa

Der Euro ist am Freitag angesichts der sich verschärfenden Coronakrise gefallen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1202 US-Dollar. Am Vormittag hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1213 (Donnerstag: 1,1200) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8918 (0,8929) Euro.

Mit rund 40.000 gemeldeten Fällen erreichte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA am Donnerstag einen Höchststand. Damit wurde der bisherige Rekordwert von rund 36.400 Neuinfektionen vom 24. April übertroffen, wie aus Zahlen der John-Hopkins-Universität hervorgeht. Noch vor zwei Wochen lagen die täglich gemeldeten Infektionszahlen bei etwas mehr als der Hälfte des Wertes vom Donnerstag.

In Phasen der Unsicherheit flüchten viele Anleger in den Dollar als Weltleitwährung, auch wenn die Ursache in den USA liegt. Angesichts der dramatischen Entwicklung planen einige US-Bundesstaaten, angekündigte Lockerungen vorerst nicht umzusetzen. Dies könnte die wirtschaftliche Erholung erschweren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90575 (0,90133) britische Pfund, 119,93 (120,15) japanische Yen und 1,0631 (1,0637) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1752 Dollar gehandelt. Das waren etwa 11 Dollar weniger als am Vortag.