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EU will schwächelnder Autoindustrie unter die Arme greifen

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Brüssel (dapd). Die EU-Kommission will den strauchelnden Automobilherstellern angesichts der europaweiten Absatzkrise in der Branche mit einem neuen Aktionsplan zur Seite springen. Er sieht unter anderem vor, Staatshilfen für die Autoindustrie zu harmonisieren, Subventionen für Elektroautos anzugleichen und so nationale Alleingänge zu beenden. Noch vor dem Jahresende werde er eine EU-Richtlinie auf den Weg bringen, um finanzielle Anreize für klimafreundliche und energieeffiziente Fahrzeuge wie Elektroautos zu vereinheitlichen, sagte Industriekommissar Antonio Tajani am Donnerstag in Brüssel.

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank möchte der Italiener ferner kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Krediten erleichtern und so Forschung und Innovation anstoßen. Eine weitere Idee: Eine EU-weit genormte Ladeschnittstelle soll Elektroautos endlich zum Marktdurchbruch verhelfen. "Wir müssen die Abwanderung der Autoindustrie aus Europa verhindern", sagte Tajani mit Blick auf den seit Jahren schrumpfenden Automarkt. "Jede Fabrikschließung schmerzt mich wie eine Wunde." Wie viel Geld die Kommission für ihre Pläne im künftigen Unionshaushalt konkret locker machen wird, konnte Tajani indes nicht sagen. Über die Summe müssten sich die Mitgliedstaaten noch einigen.

Die Grünen im Europaparlament kritisierten den Aktionsplan als unzureichend. "Bedauernswert ist, dass weder das CO2-Labelling für Autos noch eine Strategie zur Senkung der CO2-Emissionen für Lastkraftwagen erwähnt werden", sagte Vize-Fraktionschef Reinhard Bütikofer. Der Automobilverband ACEA hingegen begrüßte den Vorstoß aus Brüssel, schließlich seien 2012 über drei Millionen Autos weniger zugelassen worden als noch fünf Jahre zuvor. Außerdem forderte die Herstellergruppe, Freihandelsabkommen mit Drittstaaten auf Eis (SNP: ^EISY - Nachrichten) zu legen, um die europäische Fahrzeugindustrie in Krisenzeiten nicht unnötig zu schwächen.

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