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EU will bei G20-Gipfel mehr Hilfe für ärmere Ländern einfordern

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BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU will beim G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen eine stärkere Unterstützung von ärmeren Ländern einfordern. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soll um zusätzliches Geld für die wegen der Corona-Krise gestartete Impfstoff-Initiative Covax geworben werden. Zudem will sich die EU für weitere Schuldenerleichterungen stark machen.

Um ärmere Länder mit Impfstoffen versorgen zu können, würden im kommenden Jahr schätzungsweise weitere fünf Milliarden US-Dollar (4,2 Mrd Euro) benötigt, erklärte von der Leyen am Freitag in einer Pressekonferenz zu den von Saudi-Arabien organisierten Spitzengesprächen an diesem Wochenende. Zudem brauche es Geld für Tests und Behandlungen. Insgesamt würden voraussichtlich Mittel in Höhe von 38 Milliarden Dollar (32 Mrd Euro) benötigt.

EU-Ratspräsident Charles Michel bezeichnete den wegen der Corona-Pandemie als Videoschalte organisierten Gipfel als wichtige Gelegenheit, um für eine intensive internationalen Zusammenarbeit zu werben. "Beim G20-Gipfel wird es in vielerlei Hinsicht darum gehen, wie die Welt nach Covid aussehen wird und wie sie aus unserer Sicht aussehen soll", sagte er. Aus Perspektive der EU werde es darum gehen, die Zukunft stabiler, nachhaltiger und inklusiver zu gestalten. So sei es aus Sicht der EU auch wichtig, wirtschaftlich schwache Länder in der Corona-Krise stärker zu unterstützen.

"Wir sind davon überzeugt, dass mehr Schuldenerleichterungen erforderlich sind", sagte Michel. Dazu müssten alle Gläubiger ihren Teil beitragen. Das G20-Schuldenmoratorium sei ein guter Schritt in die richtige Richtung. Er sei aber selbst dann nicht genug, wenn es über 2021 hinaus verlängert werde.