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EU und UNO verurteilen Polizeigewalt gegen Demonstranten in Nigeria

·Lesedauer: 1 Min.
Demonstranten in Lagos
Demonstranten in Lagos

Die Europäische Union und die Vereinten Nationen haben das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen regierungskritische Demonstranten in Nigeria verurteilt. UN-Generalsekretär António Guterres rief am Mittwoch zu einem Ende der "Polizeigewalt" in dem westafrikanischen Land auf. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell äußerte sich "alarmiert" über den Tod mehrerer Demonstranten. Er forderte, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Derweil wurde in der Millionenstadt Lagos ein größerer TV-Sender, der in Verbindung mit einem Regierungspolitiker steht, in Brand gesetzt. Der Geschäftsführer des TV-Senders sagte der Nachrichtenagentur AFP, "Kriminelle" hätten den Sender mit Molotow-Cocktails angegriffen, das Hauptgebäude stehe in Flammen. Auch eine Bushaltestelle und mehrere weitere öffentliche und private Gebäude wurden nach Behördenangaben in Brand gesetzt. 

Zuvor hatten Sicherheitskräfte bei ihrem Vorgehen gegen regierungskritische Proteste nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehrere Menschen getötet. Augenzeugen berichteten am Dienstag, auf eine Menge von mehr als tausend friedlichen Demonstranten in Lagos seien Schüsse abgefeuert worden.

Auch in der Hauptstadt Abuja sowie in der nordnigerianischen Stadt Kano gingen die Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vor. Wegen der Proteste hatten die Behörden Ausgangsbeschränkungen verhängt, die jedoch missachtet wurden. 

Die Demonstrationen hatten sich ursprünglich gegen eine Sondereinheit der Polizei gerichtet, der Erpressung, Folter, willkürliche Festnahmen und sogar Mord vorgeworfen werden. Obwohl die Regierung vor mehr als einer Woche die Auflösung der Einheit bekanntgegeben hatte, gingen die Proteste weiter. 

Die Wut der zumeist jungen Demonstranten richtet sich auch gegen die Regierung Nigerias. Sie fordern soziale Reformen, mehr Arbeitsplätze und höhere Löhne. Im ölreichen Nigeria ist die Jugendarbeitslosigkeit massiv, viele Menschen leben in extremer Armut.

gap/ju