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EU-Risikorat ESRB: Finanzsystem in Corona-Krise bislang stabil

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der EU-Risikorat ESRB hat vor einem zu schnellen Ende staatlicher Hilfen in der Corona-Pandemie gewarnt. Das würde die Wirtschaftskrise verschärfen und die Finanzstabilität gefährden, erklärte das Gremium am Dienstag in Frankfurt. Ein zu später Ausstieg hingegen würde den Druck auf die Staatsfinanzen erhöhen und könnte notwendige Reformen verzögern.

Ein Übergreifen der Krise auf das Finanzsystem ist einer Analyse des bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelten Gremiums zufolge bisher verhindert worden. "Die schnellen staatlichen Maßnahmen waren entscheidend dafür, die Auswirkungen der Krise auf Haushalte und Firmen abzumildern." Programme zur Stützung der Konjunktur wie beispielsweise direkte Zuschüsse oder staatliche Garantien hätten die Kreditvergabe stabilisiert. Das Finanzsystem funktioniere, es profitiere dabei auch von der lockeren Geldpolitik der Notenbanken.

Je länger die Krise dauert und je schwächer die Konjunkturerholung ausfällt, desto größer ist nach Einschätzung des Gremiums aber die Gefahr, dass der Finanzsektor in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine steigende Zahl ausfallgefährdeter Kredite oder gar eine Pleitewelle könnte tiefe Löcher in Bankbilanzen reißen. Die mögliche Folge: Finanzinstitute würden die Kreditvergabe herunterfahren, Unternehmen kämen schwieriger an Geld. Das könnte die Wirtschaftsentwicklung bremsen. Ein ungünstiges Szenario sei nicht auszuschließen, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch.

Die Staaten der Europäischen Union hatten als Antwort auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 mehrere neue Gremien geschaffen, darunter auch den Risikorat (ESRB/European Systemic Risk Board).