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EU-MED9-Gipfel in Alicante: Spanien hofft auf "dynamischen" Gaspreisdeckel

Bei ihrem Gipfeltreffen im spanischen Alicante haben die Mitglieder des südeuropäischen Länderbundes EU-MED9 mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine besprochen.

Gastgeber Pedro Sanchez fokussierte sich in seiner Rede auf das Hauptgesprächsthema, den Gaspreisdeckel: "Unsere Debatte konzentrierte sich auf den Vorschlag der Kommission für eine Gaspreisobergrenze, einen Marktkorrekturmechanismus. Wir sind der Meinung, dass dieser Vorschlag angepasst werden muss. Wir sind übereingekommen, in dieser Richtung zusammenzuarbeiten mit dem Ziel, dass sich der außerordentliche Energierat nächste Woche auf eine dynamische und effiziente Obergrenze für den Gaspreis einigen kann."

Sanchez sagte, der von der EU-Kommission vorgeschlagene Gaspreis von 275 Euro pro Megawattstunde müsse noch angepasst werden.

Durchbruch noch vor Weihnachten?

Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte: "Wir möchten, dass beim nächsten Treffen der Energieminister am 13. Dezember eine Einigung erzielt wird, um ein Paket technischer Maßnahmen zur Vermeidung einer übermäßigen Verletzbarkeit der Energiepreise, insbesondere bei Gas, und zur Vermeidung von Spekulationen zu schnüren."

Spanien und Portugal hoffen, durch die Energiewende und den Kampf gegen den Klimawandel zu bedeutenden Produzenten grünen Wasserstoffs aufzusteigen. Frankreich bevorzugt die Atomkraft als Schlüsseltechnologie für eine CO2-freie Wirtschaft.

Von der Leyen erklärte in Alicante, die EU werde ihre Energiepolitik in Richtung mehr Unabhängigkeit justieren.

Italien Regierungchefin Giorgia Meloni hatte ihre Teilnahme wegen Krankheit abgesagt. Zur EU-MED9 Gruppe gehören Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien und Zypern.