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eu-LISA beauftragt IDEMIA und Sopra Steria mit der Entwicklung eines neuen gemeinsamen Systems für den Abgleich biometrischer Daten (sBMS) für den Grenzschutz im Schengen-Raum

Die Europäische Agentur für das Betriebsmanagement von IT-Großsystemen im Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts (eu-LISA) hat mit einem Konsortium aus IDEMIA und Sopra Steria einen Rahmenvertrag für die Lieferung eines neuen gemeinsamen Systems für den Abgleich biometrischer Daten (sBMS) abgeschlossen. Im Jahr 2022 wird das sBMS eines der größten biometrischen Systeme der Welt sein, das eine Datenbank von über 400 Millionen Personen mit Staatsangehörigkeit von Drittstaaten samt deren Fingerabdrücken und Gesichtsfotos beinhalten wird. Dieses neue System, das auf europäischer Biometrietechnologie basiert, wird zunächst die Identifizierungserfordernisse des neuen europäischen Einreise-/Ausreisesystems erfüllen und damit den Eckpfeiler für den Schutz der europäischen Grenzen bilden.

Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20200603005825/de/

(Photo: Business Wire)

Der Auftrag wurde nach einer Ausschreibung (LISA/2019/RP/05 EES BMS und sBMS) von eu-LISA erteilt. Seine Laufzeit beträgt vier Jahre mit der Option auf eine Verlängerung von bis zu sechs Jahren.

Der Schengen-Raum, eine Zone, in der 26 europäische Länder ihre Binnengrenzen für Reisende abgeschafft haben, ist der Schlüssel zur Erleichterung des freien, uneingeschränkten Personenverkehrs. Der Einsatz neuester Biometrietechnologien ermöglicht es, den Schutz der Außengrenzen langfristig zu gewährleisten. Dieses gemeinsame System für den Abgleich biometrischer Daten, das auf die Bekämpfung der illegalen Einwanderung und der grenzüberschreitenden Kriminalität abzielt, wird zu einem der größten Biometrie-Systeme der Welt werden, wenn einmal alle vorhandenen und künftigen biometrischen Datenbanken der Europäischen Union in das System integriert sind.

Als Beitrag zum Maßnahmenpaket „Intelligente Grenzen" und zum Europäischen Interoperabilitätsrahmen wird das sBMS nicht nur dem künftigen Einreise-/Ausreisesystem (EES) dienen, sondern auch zahlreichen anderen Systemen, die in der EU bereits im Einsatz sind, z. B. dem Schengener Informationssystem (SIS), dem Visa-Informationssystem (VIS), Eurodac (Europäische Fingerabdruckdatenbank von Asylbewerbern) und dem künftigen System ECRIS-TCN (Europäisches Strafregisterinformationssystem für verurteilte Drittstaatsangehörige).

Die Unternehmen, die das Konsortium bilden, unterstützen die Europäische Union bereits seit mehr als 15 Jahren beim Betrieb anderer kritischer IT-Großsysteme wie VIS, SIS und Eurodac. Sie können Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den nationalen und regionalen Verwaltungen der EU-Mitgliedstaaten und mit Partnern aus dem Privatsektor im Bereich der Steuerung des grenzüberschreitenden Personenverkehrs über Luft-, Land- und Seegrenzen hinweg vorweisen.

Wir möchten eu-LISA für das erneut entgegengebrachte Vertrauen danken. Als Unternehmen, das seit den ersten Gesprächen mit der Europäischen Kommission an der Initiative «Intelligente Grenzen» mitwirkt, freuen wir von IDEMIA uns darauf, dieses wichtige Projekt gestützt auf unser umfassendes Verständnis der derzeitigen europäischen Systeme mitzugestalten. Zusammen mit unseren Partnern werden wir wegweisende Biometrietechnologie und unser volles Engagement einbringen, um zu einer der anspruchsvollsten biometrischen Großdatenbanken der Welt bezüglich Präzision und Reaktionszeit für ein sichereres Europa beizutragen", so Philippe Barreau, Executive Vice President von IDEMIA, verantwortlich für den Bereich Public Security & Identity.

„Als führendes europäisches Unternehmen im Bereich des digitalen Wandels und der inneren Sicherheit ist Sopra Steria stolz darauf, die langjährige Partnerschaft des Unternehmens mit eu-LISA zu verlängern und zur Umsetzung eines wesentlichen, zentralen Teils des künftigen Einreise-/Ausreisesystems sowie auch der anderen zentralen Systeme beizutragen. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Konsortium die beste Lösung und das beste Serviceangebot vorzuweisen hat, um eu-LISA bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen zu begleiten und das künftige gemeinsame Biometriesystem mit hohem Nutzwert für die Anwender bereitzustellen", so Laurent Giovachini, Deputy CEO von Sopra Steria.

Über IDEMIA

IDEMIA, der weltweit führende Anbieter im Bereich „Augmented Identity‟, stellt eine vertrauenswürdige Umgebung bereit, in der Bürger und Verbraucher gleichermaßen in der Lage sind, ihre täglichen Aktivitäten (wie z. B. Bezahlen, Vernetzen und Reisen) sowohl in der physischen als auch in der digitalisierten Welt auszuführen.

Die Sicherung unserer Identität ist in der Welt, in der wir heute leben, von allergrößter Bedeutung. Mit unserem entschiedenen Eintreten für „Augmented Identity‟, eine Identität, die für Privatsphäre und Vertrauen sorgt und sichere, authentifizierte und verifizierbare Transaktionen gewährleistet, definieren wir die Art und Weise neu, wie wir denken, wie wir produzieren und wie wir eines der wichtigsten Güter – unsere Identität – für Personen oder Objekte nutzen und schützen, und zwar immer und überall dort, wo es um Sicherheit geht. Wir stellen „Augmented Identity‟ für internationale Kunden aus den Sektoren Finanzen, Telekommunikation, Identitätsdienste, öffentliche Sicherheit und IoT bereit.

IDEMIA beschäftigt 15.000 Mitarbeiter weltweit und hat Kunden in 180 Ländern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.idemia.com. / Folgen Sie uns unter @IdemiaGroup auf Twitter.

Über Sopra Steria

Als führender europäischer Management- und Technologieberater unterstützt Sopra Steria seine Kunden dabei, die digitale Transformation voranzutreiben und konkrete, nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Sopra Steria bietet mit Beratung, Digitalisierung und Softwareentwicklung umfassende End-to-End-Lösungen, die große Unternehmen und Behörden wettbewerbsfähiger und leistungsfähiger machen – und zwar auf Grundlage von tiefgehendem Branchen-Know-how, von innovativen Technologien und von einem auf Zusammenarbeit ausgerichteten Konzept. Das Unternehmen stellt die Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns mit dem Ziel, digitale Technologien optimal zu nutzen und eine positive Zukunft für seine Kunden zu gestalten. Mit 46.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 25 Ländern erzielte der Konzern 2019 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.

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