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EU legt Beschwerde gegen russische Ausfuhrbeschränkungen für Holz ein

·Lesedauer: 1 Min.

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU geht bei der Welthandelsorganisation WTO gegen russische Ausfuhrbeschränkungen für Holz vor. Es sei eine Aussprache und damit der erste Schritt des WTO-Streitbeilegungsverfahrens beantragt worden, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. "Die EU hat wiederholt - ohne Erfolg - mit Russland das Gespräch gesucht, seit Moskau diese Maßnahmen im Oktober 2020 angekündigt hat", schrieb die Kommission. Sie seien seit Jahresbeginn in Kraft.

Wenn die Aussprache auf WTO-Ebene zu keinem Erfolg führe, könne man beantragen, dass die WTO über den Streit entscheide. Dies schließt die Möglichkeit ein, dass Gegenmaßnahmen ergriffen werden dürfen, sollte Russland in dem Fall unterliegen und die WTO-Entscheidung nicht umsetzen.

Konkret kritisiert die EU, dass sich Russland im Rahmen der WTO dazu verpflichtet habe, für bestimmte Ausfuhrmengen Zölle von maximal 13 oder 15 Prozent auf bestimmte Holzprodukte zu erheben. Nun seien jedoch deutlich höhere Ausfuhrzölle um die 80 Prozent eingeführt worden. Damit verstoße Russland gegen seine Verpflichtungen nach WTO-Recht. Zudem sei die Zahl der Grenzübergänge, über die Holzausfuhren erfolgen, von mehr als 30 auf einen reduziert worden. Damit wird Holz, das aus Russland in die EU verkauft wird, teurer.

"Die von Russland verhängten Beschränkungen fügen der holzverarbeitenden Industrie in der EU, die auf Ausfuhren aus Russland angewiesen ist, erheblichen Schaden zu", teilte die EU-Kommission mit. Zudem führten diese zu großen Unsicherheiten auf dem Weltmarkt für Holz.

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