Deutsche Märkte schließen in 1 Stunde 55 Minute
  • DAX

    13.286,83
    +100,76 (+0,76%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.566,79
    +27,91 (+0,79%)
     
  • Dow Jones 30

    31.867,15
    +428,89 (+1,36%)
     
  • Gold

    1.827,10
    +2,30 (+0,13%)
     
  • EUR/USD

    1,0533
    -0,0054 (-0,51%)
     
  • BTC-EUR

    19.973,98
    -343,97 (-1,69%)
     
  • CMC Crypto 200

    460,68
    +10,62 (+2,36%)
     
  • Öl (Brent)

    110,91
    +1,34 (+1,22%)
     
  • MDAX

    27.278,59
    +125,15 (+0,46%)
     
  • TecDAX

    2.979,48
    +20,95 (+0,71%)
     
  • SDAX

    12.436,26
    +92,98 (+0,75%)
     
  • Nikkei 225

    27.049,47
    +178,20 (+0,66%)
     
  • FTSE 100

    7.335,91
    +77,59 (+1,07%)
     
  • CAC 40

    6.116,85
    +69,54 (+1,15%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.611,92
    +87,37 (+0,76%)
     

EU-Kommission will Schuldenregeln ein weiteres Jahr aussetzen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die strengen Schuldenvorgaben in der Europäischen Union sollen angesichts der Ukraine-Krise um ein weiteres Jahr ausgesetzt bleiben. Am Montag schlug die EU-Kommission vor, den sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspakt erst ab 2024 wieder vollständig in Kraft zu setzen. Grund seien hohe Unsicherheit wegen des Kriegs in der Ukraine, hohe Energiepreise und Engpässe bei den Lieferketten, teilte die Brüsseler Behörde mit. Gleichzeitig sollten die Länder ihre Ausgaben kontrollieren. "Die Fiskalpolitik sollte von der Universalunterstützung während der Pandemie zu gezielteren Maßnahmen übergehen", sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni.

Die Schulden- und Defizitregeln wurden wegen der Corona-Krise ausgesetzt und sollten eigentlich ab 2023 wieder gelten. Die EU-Kommission will nun nach dem Sommer konkrete Vorschläge für eine Reform des Pakts vorlegen, die dann im Laufe des nächsten Jahres in Kraft treten könnte.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt sieht vor, dass EU-Länder nicht mehr als 60 Prozent der Wirtschaftsleistung an Schulden aufnehmen. Haushaltsdefizite sollen bei 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gedeckelt werden. Viele Länder überschreiten diese Grenzwerte, vor allem, weil sie während der Corona-Pandemie hohe Schulden aufnehmen mussten, um die Wirtschaft zu stützen.

Zuletzt hatte die EU-Kommission die Entwicklung der staatlichen Haushalte positiv bewertet. Die durchschnittliche Schuldenquote werde dieses Jahr auf 87 Prozent sinken im Vergleich zu 90 Prozent im vergangenen Jahr, hieß es in der Frühlingsprognose der Behörde. Die durchschnittlichen Defizite sollen voraussichtlich von 4,7 Prozent auf 3,6 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken. Ihre Wachstumsprognose musste die EU-Kommission allerdings wegen des Kriegs in der Ukraine drastisch anpassen, von 4 auf 2,7 Prozent für dieses Jahr.

Der Vorschlag wird nun den EU-Ländern vorgelegt. Er soll am Dienstag Thema bei einem Treffen der Finanz- und Wirtschaftsminister in Brüssel sein, eine Entscheidung wird jedoch noch nicht erwartet.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.