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EU-Kommission: Mit mehr Wissen und Daten besser an Klimakrise anpassen

STRASSBURG (dpa-AFX) -Für eine bessere Anpassung an die Folgen der Klimakrise sollten nach Ansicht der EU-Kommission Klimarisiken stärker in die Planung und Instandhaltung kritischer Infrastrukturen eingebunden werden. Die Mitgliedsstaaten sollten zudem dafür sorgen, dass Risiken und Verantwortlichkeiten besser verstanden werden, wie aus am Dienstag in Straßburg präsentierten Vorschlägen der Behörde für den Umgang mit Klimarisiken hervorgeht. Maßnahmen zur Verbesserung der Klimaresilienz seien etwa für den Schutz der Menschen und die Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar. Bei Klimaresilienz geht es darum, Ökosystem und Gesellschaft an die Erderwärmung anzupassen.

So müssen nach Ansicht der Kommission etwa auch politische Entscheidungsträger, Unternehmen und Investoren die Zusammenhänge zwischen Klimarisiken, Investitionen und langfristigen Finanzierungsstrategien besser verstehen. Die Behörde will unter anderem dafür den Zugang zu Daten, Modellen und Szenarien verbessern - von Frühwarnsystemen bis zur langfristigen Planung. Klimarisiken sollten zudem bei den Katastrophenschutzsystemen eine Rolle spielen.

Entscheidend für die Klimaresilienz seien zudem ausreichend öffentliche und private Gelder. Die Kommission sei bereit, die Mitgliedsstaaten dabei zu unterstützen, etwa Klimarisiken in die nationalen Haushaltsverfahren einzubeziehen. Die Kosten für Investitionen für weniger Anfälligkeit gegen Klimarisiken seien geringer, als die Summen die etwa nach Waldbränden, Überschwemmungen oder Ernteausfällen aufzubringen seien.

Mit den Vorschlägen für eine sogenannte bessere Klimaresilienz antwortet die EU-Kommission auf einen am Montag veröffentlichten Klimarisikobericht der Europäischen Umweltagentur. Diesem zufolge bereitet sich Europa bislang unzureichend auf die Auswirkungen der zunehmenden Klimaerwärmung vor.

Der Kontinent sei mit Klimarisiken konfrontiert, die sich schneller entwickelten als die gesellschaftliche Vorsorge und Handlungsbereitschaft, heißt es etwa. So stellten unter anderem anhaltende und weiträumige Dürren eine erhebliche Bedrohung für die Erträge, die Ernährungssicherheit und die Trinkwasserversorgung dar. Hitze sei das größte und dringendste Klimarisiko für die menschliche Gesundheit.