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EU erwägt Aussetzung von Zöllen vor erstem Biden-Gespräch

Alberto Nardelli
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erwägt unterrichteten Kreisen zufolge, in ihrem ersten Telefonat mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden eine sechsmonatige Aussetzung von Zöllen anzubieten.

Das Telefonat dürfte bald, vielleicht schon in den kommenden Tagen stattfinden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Chefsprecher der Kommission, Eric Mamer, konnte keine Einzelheiten zum Zeitpunkt bestätigen, als er per SMS kontaktiert wurde.

Von der Leyens handelspolitische Berater haben ihr empfohlen, die Abgaben einzufrieren, die im Zusammenhang mit Flugzeug- und Metallstreitigkeiten verhängt wurden. Das würde europäische und amerikanische Produkte im Wert von 18 Milliarden Dollar (15 Milliarden Euro) betreffen, sagten die Personen. Dies würde beiden Seiten Zeit geben, eine längerfristige Vereinbarung auszuhandeln.

Das Gespräch zwischen den beiden, das erste seit Bidens Amtseinführung im letzten Monat, wird an einem Wendepunkt in den transatlantischen Beziehungen stattfinden. Die EU ist bestrebt, den langjährigen Streitigkeiten ein Ende zu setzen - der Flugzeugstreit besteht schon seit 17 Jahren - und gleichzeitig einen Neuanfang in den Beziehungen zu den USA einzuleiten. Diese erreichten in der Amtszeit von Donald Trump einen Tiefpunkt, als er sagte, die Europäische Union sei ein Feind Washingtons.

Überschrift des Artikels im Original:EU Weighs Temporary Tariff Freeze Ahead of First Call With Biden

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