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ETFs: „Toxisch, katastrophal, crashschürend“

·Lesedauer: 3 Min.
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ETFs und kostengünstige Indexfonds sind weiterhin sehr beliebt. Ich wage einmal eine kühne Wette mit Blick in die Zukunft: Das werden sie auch bleiben. Immerhin bieten sie einen einfachen, kostengünstigen und bequemen Markt, um an Rendite zu kommen. In Zeiten niedriger Zinsen und der Inflation ist das womöglich doppelt attraktiv.

Allerdings gibt es immer Kritiker an ETFs und Indexfonds. Lass uns im Folgenden einen Blick auf eine weitere Übersicht riskieren, die zeigt: Worte wie toxisch, katastrophal und crashschürend können ebenfalls fallen. Natürlich ist das nur die halbe Wahrheit. Und häufig mit Hintergedanken derjenigen durchsetzt, die solche Kritik laut äußern.

ETFs: Toxisch, katastrophal und crashschürend

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat zuletzt einmal mehr die gängige Kritik an ETFs und insbesondere kostengünstigen Indexfonds passend zusammengefasst. Wie gesagt: Es gibt eine Vielzahl von Kritikern, die doch sehr häufig aus den Bereichen der privaten Vermögensverwaltung und der Fondsmanager kommen. Bereits das ist für mich verdächtig.

Mit Michael Green hat sich jetzt beispielsweise ein Asset-Manager dahin gehend geäußert, dass ETFs und Indexfonds potenziell katastrophal auf gesellschaftlicher Ebene seien. Die Krise naht und die Leute müssten etwas tun. Es gehe an den Kapitalmärkten schließlich nicht darum, jemanden die Pension zu finanzieren, sondern Kapital effizient innerhalb einer Volkswirtschaft zu allozieren. Wirklich eine interessante Aussage, wenn man bedenkt, dass die Mehrheit der Fondsmanager eben dieses Ziel nicht schafft und den breiten Markt nicht schlägt. Wo die Effizienz liegt, darüber kann man durchaus streiten.

„Schlimmer als Marxismus“ titelte hingegen der Autor des Buches The Big Short. Absolut toxisch nannte der Franzose Yves Choueifaty ETFs und Indexfonds. Im Endeffekt geht es häufig auch darum, dass solche Vehikel hohe Volumina auf sich vereinen, die im Falle einer Korrektur oder eines Crashs die Märkte mit hinabziehen könnten.

Die Intention hinterfragen

Es gilt gerade bei solchen Kritikern stets, die Intention zu hinterfragen. Mal im Ernst: Für die meisten Privatinvestoren dürfte es bei ETFs und Indexfonds doch eher darum gehen, mit einer Kompromisslösung die Pension zu retten. Ob Geld effizient allokiert wird, das kann und darf den meisten Investoren egal sein. Zumal, wie gesagt, die Summe der Aktivfondsmanager ebenfalls nicht berühmt-berüchtigt dafür ist, den breiten Markt hinter sich zu lassen.

Die hohen Volumina können ein Problem sein, die einen Crash oder eine Korrektur dynamischer erscheinen lassen. Das könnte jedoch im Allgemeinen auch die Digitalisierung und ein schnelllebiger Handel nach sich ziehen. ETFs und Indexfonds hier die Schuld alleine zu geben, halte ich für fundamental verkehrt. Und ein wenig Augenwischerei, was die Aktivfondsmanager angeht, die sich selbst häufig damit rühmen, im Worst-Case den Markt zu verlassen. Wobei, um fair zu bleiben, ihnen das häufig nicht gelingt.

Im Endeffekt ist Systemkritik an ETFs und Indexfonds ein Weg, um ein beliebtes, aber für viele Vermögensverwalter bedrohliches Produkt madig zu reden. Foolishe Investoren sollten stets bedenken, dass man mit marktbreiten Produkten langfristig orientiert wenig verkehrt machen kann. Insbesondere nicht, wenn man auch während einer Korrektur oder eines Crashs nicht die Flinte ins Korn wirft.

Der Artikel ETFs: „Toxisch, katastrophal, crashschürend“ ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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