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Ist ein ETF auf den S&P 500 das Mittel gegen Negativzinsen?

·Lesedauer: 3 Min.
Wall Street: Nasdaq, S&P 500 und Dow

Kann man mit einem ETF Negativzinsen umgehen? Grundsätzlich könnte das eine interessante Variante sein. Insbesondere mit einem marktbreiten Fokus, einer moderaten Dividende und einer Qualität in der Breite könnte ein solches Vorhaben glücken. Zumindest über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg.

Aber ist ein ETF auf den S&P 500 ein Mittel, um Negativzinsen aus dem Weg zu gehen? Eine wirklich interessante Frage, der wir im Folgenden einmal etwas näher auf den Grund gehen wollen. Die auch als Buffett-ETF bezeichneten Passivfonds könnten jedenfalls einige Vorzüge besitzen, über die man als Foolisher Investor nachdenken kann.

ETF auf den S&P 500: Mittel gegen Negativzinsen?

Wer Negativzinsen aus dem Weg gehen möchte, der sucht vermutlich nach einer Chance: Nach einer konservativen Möglichkeit, um sein Geld vergleichsweise sicher und mit ein wenig Rendite zu parken. Wer sich dem Risiko einer Investition in die Aktienmärkte aussetzt, der möchte vermutlich außerdem ein wenig Ausgleich dafür erhalten. Beispielsweise, um einem Kaufkraftverlust entgegenzuwirken, selbst wenn man nicht sein ganzes Geld in den Aktienmarkt investiert.

Ein ETF auf den S&P 500 kann mit Blick auf drohende Negativzinsen eine Menge Facetten bieten. Beispielsweise, dass man als passiver Investor nicht nur von einer Aktie profitiert. Nein, sondern sogar von einem ganzen Korb mit 500 verschiedenen Unternehmen und deren Aktien. Das führt zu einer breiteren Basis von Chancen. Beziehungsweise einem ganzen Markt, der im Durchschnitt das Rendite- und auch Risikoprofil definiert.

Im historischen Rückblick ist die Rendite des US-amerikanischen Querschnitts absolut attraktiv gewesen. Mit über 9 % p. a. im Durchschnitt und über einen Zeitraum der letzten vier Jahrzehnte hätte der S&P 500 viele andere, breite Märkte outperformt. Auch deshalb dürfte Warren Buffett beispielsweise sagen, dass er vielen Investoren nahelegt, in einen Indexfonds auf diesen US-Querschnitt zu setzen.

Wer sich des Risikos und der Notwendigkeit eines langfristig orientierten Ansatzes bewusst ist, der erkennt daher: Ja, ein ETF auf den S&P 500 kann ein attraktives Mittel sein, um Negativzinsen aktiv zu bekämpfen.

Wissenswerte Dinge und Risiken

Trotzdem gibt es einige wissenswerte Dinge und Risiken, die man bei der Auswahl eines ETF auf den S&P 500 zur Vermeidung von Negativzinsen wissen sollte. Das Wichtigste dabei: Auch ein breiter Markt kann korrigieren. Ja, sogar crashen. Der Corona-Crash aus dem Jahre 2020 mit einem deutlich zweistelligen Abwärtsrauschen hat das deutlich gezeigt. Etwas, das Foolishe Investoren dabei immer auf dem Schirm haben sollten. Eine lineare Rendite von 9 % pro Jahr gibt es mit Aktien und selbst dem breiten Markt nicht.

Zudem ist der S&P 500 inzwischen stark techlastig, wobei einzelne Aktien aus dem FAANG-Akronym starke Schwerpunkte bilden. Das mindert die Diversifikation und den marktbreiten Ansatz ein wenig, ist jedoch eigentlich normal für einen Passivfonds, der nach der Marktkapitalisierung gewichtet ist.

Wer mit diesem Kompromiss und dem Risiko leben kann, dem sei gesagt: Ja, ein ETF auf den S&P 500 kann ein Mittel sein, um Negativzinsen zu begegnen. Es gilt jedoch, wie gesagt, langfristig zu agieren und die marktbreiten Risiken zu berücksichtigen.

Der Artikel Ist ein ETF auf den S&P 500 das Mittel gegen Negativzinsen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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