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ETF oder Aktivfonds: Solltest du versuchen, die 40 % zu identifizieren?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.

ETF oder Aktivfonds: Das ist für viele Investoren, die auf möglichst passive Weise investieren wollen, eine interessante Fragestellung. Grundsätzlich existieren mehrere Wege, wie man an diese Sache herangehen kann.

Aktivfonds versprechen so beispielsweise manchmal mehr Handlungsfähigkeit, eine bewusstere Auswahl und dadurch womöglich eine bessere Rendite. Wobei nicht jeder Fondsmanager den Vergleichsmarkt schlagen kann. Deshalb hat sich leicht der Konsens etabliert, dass sich ETFs womöglich häufig besser eignen, um dem Markt zu folgen und einen Kompromiss einzugehen.

Womöglich könnte sich ein anderer Blickwinkel jedoch lohnen. Nämlich, ob es der Aufwand wert ist, die 40 % zu identifizieren, die den Markt wirklich schlagen. Das soll uns im Folgenden etwas intensiver beschäftigen.

ETF oder Aktivfonds: 60 % schlagen den Markt nicht

Wie jetzt ein weiteres Mal im Rahmen einer Studie belegt worden ist, schlägt sogar ein erheblicher Anteil der Fondsmanager den jeweiligen Vergleichsmarkt nicht. Neuere Daten, die so beispielsweise Aktivfonds auf Basis von Large Caps untersucht haben, haben herausgefunden, dass rund 60 % aller Fondsmanager ihren Vergleichsmarkt nicht schlagen können. Das ist erheblich und impliziert, dass mehr als jeder zweite Aktivfonds es nicht schafft, signifikant besser als der S&P 500 zu sein. Wirklich bemerkenswert.

Für Investoren, die auf Aktivfonds setzen wollen, heißt das wiederum: Wer hier investiert, der sollte versuchen, diejenigen 40 % zu identifizieren, die es schaffen, den Markt hinter sich zu lassen. Zugegebenermaßen existieren hier einige visionäre Fondsmanager, die den Vergleichsmarkt deutlich hinter sich lassen. Allerdings ist das stets mit weiterem Aufwand verbunden, diese Auswahl auszumachen.

Wer daher anstatt auf ETFs auf Aktivfonds setzen möchte, der sollte sich auf mehr Research einstellen. Sowie eben auf die Möglichkeit, dass man hinter dem breiten Markt zurückbleiben könnte. Selbst die vergangene Performance muss kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung sein. Es gilt daher, den Ansatz zu untersuchen, der möglicherweise eine bessere Performance verspricht.

Ist es das wert …?

Der Aufwand könnte daher nicht unerheblich sein. Vor allem, wenn man es vergleichsweise einfach und aufwandsarm halten möchte. Gerade deshalb könnte ein wesentlicher Blickwinkel sein, ob es das wert ist. Oder eben nicht.

Der S&P 500 kam hingegen im historischen Durchschnitt auf eine Rendite von 9 %, wobei man auch diesen Vergleichswert natürlich hinterfragen kann. Trotzdem ist das eine Messlatte, die Aktivfonds erreichen müssen, ein ETF kann hingegen ein solider Kompromiss sein, um mit wirklich wenig Aufwand Rendite zu generieren.

Letztlich liegt es natürlich an dir, ob der Mehrwert die potenzielle Mehrrendite wert ist. Zumal jeder Prozentpunkt natürlich ein weiterer Katalysator beim Vermögensaufbau sein kann. Aber auch Zeit ist eine Ressource, mit der du bedächtig umgehen solltest.

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