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ETERNA veröffentlicht Zahlen für das erste Quartal 2021 und schlägt Stundung der Zinszahlungen der Anleihe 2017/2024 vor

·Lesedauer: 8 Min.

DGAP-News: ETERNA Mode Holding GmbH / Schlagwort(e): Anleihe/Quartalsergebnis
04.06.2021 / 14:45
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

ETERNA veröffentlicht Zahlen für das erste Quartal 2021 und schlägt Stundung der Zinszahlungen der Anleihe 2017/2024 vor

Passau, 04. Juni 2021 - Die eterna Mode Holding GmbH hat heute per Ad-hoc-Mitteilung darüber informiert, dass die Gesellschaft die Anleihegläubiger zur Abstimmung über die Änderung der Anleihebedingungen aufruft. Vor dem Hintergrund des Covenant-Bruchs befindet sich die Gesellschaft in Verhandlungen mit den Gläubigern des Schuldscheindarlehens, die sehr konstruktiv verlaufen, mit dem Ziel, für die Gesellschaft eine nachhaltige langfristige Finanzierungslösung zur Bewältigung der Pandemiefolgen zu finden und die weitere Transformation des Unternehmens fortzuführen. Dies erfordert neben Überlegungen zur Stärkung des Eigenkapitals und Erstellung eines externen Gutachtens (nach IDWS6 Standard), dass die Zinsen auf die Anleihe 2017/2024 (WKN: A2E4XE/ISIN DE000A2E4XE4) nicht aus Mitteln der Emittentin gezahlt werden. Vor dem Hintergrund wird die Emittentin daher die Gläubiger ihrer Anleihe 2017/2024 zu einer Abstimmung auffordern, um über eine Änderung der Anleihebedingungen zu entscheiden. Die Gesellschaft schlägt vor, dass die Zahlung der Zinsen seit dem 1. März 2021 bis zum Ende der Laufzeit erst mit Endfälligkeit zu leisten ist. Darüber hinaus schlägt sie ebenfalls die Wahl eines gemeinsamen Vertreters zur Sicherung der Interessen der Anleihegläubiger vor.

Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter der eterna Mode Holding GmbH, erklärt: "Die im Dezember 2020 erreichte Verlängerung des bewährten Finanzierungsmixes hat uns geholfen, für finanzielle Stabilität zu sorgen, um die COVID-19-bedingte, temporäre Beeinträchtigung des Geschäftes zu überbrücken. Nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 und den unterjährigen Einschränkungen im stationären Handel hat der erneute Lockdown seit November 2020 der gesamten Branche nicht nur im bedeutenden Weihnachtsgeschäft einen massiven Schlag verpasst, sondern nun sogar über ein halbes Jahr bis in den Sommer 2021 hinein das Geschäft signifikant belastet. Diese Dimension war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht absehbar, und wir bedauern es sehr, dass durch die anhaltend negativen COVID-19-Auswirkungen die von den Anleihegläubigern im Vorjahr mitgetragene Verlängerung der Gesamtfinanzierung wider Erwarten nicht ausreichend ist. Angesichts der Ergebnisse für das erste Quartal 2021 und dem daraus resultierenden Covenant-Bruch ist nun erneut eine Anpassung der Anleihebedingungen erforderlich."

Bereits seit dem Frühjahr 2020 spürt ETERNA wie die gesamte Branche die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sehr deutlich. Um vor diesem Hintergrund für finanzielle Stabilität zu sorgen, hatte ETERNA Ende Oktober 2020 zur Verlängerung der Anleihe 2017/2024 im Volumen von 25 Mio. EUR und der damit verbundenen Gesamtfinanzierung aufgerufen. Im Rahmen einer Gläubigerversammlung hatten 97,68% der teilnehmenden Gläubiger der Anleiheverlängerung bis 3. Juni 2024 zugestimmt. Durch die Verlängerung der Anleihe-Laufzeit verlängerte sich gemäß der getroffenen Vereinbarung mit den Schuldscheingläubigern zudem die Laufzeit des Schuldscheindarlehens bis zum 10. Juni 2023.

In den letzten Jahren hat ETERNA die Marke und die Kollektionen modernisiert, dadurch das Geschäft operativ erfolgreich entwickelt und somit die Voraussetzungen für künftiges Wachstum geschaffen. So ist es ETERNA gelungen, sechs Jahre in Folge den Umsatz und das operative Ergebnis zu steigern. Insbesondere im Zeitraum von 2017 bis 2019, also seit Beginn der bestehenden Finanzstruktur, konnte ETERNA das operative Ergebnis mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum ("CAGR") von rund +5% deutlich verbessern. Vor Ausbruch der Pandemie steigerte ETERNA im Geschäftsjahr 2019 den Umsatz auf 106,0 Mio. EUR und gleichzeitig das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) überproportional zum Umsatz um 5,4% auf 13,1 Mio. EUR. Daraus resultierte die im Branchenvergleich hohe, zweistellige EBITDA-Marge von 12,2%. Gleichzeitig erfüllte ETERNA seit der Erstbegebung einer Anleihe vor neun Jahren zu jedem Zeitpunkt seine Verpflichtungen aus den Anleihen. So war es besonders vor der Pandemie gelungen, aus einem intakten Cashflow heraus die Nettoverschuldung fortlaufend abzubauen - im Zeitraum von 2013 bis 2019 um über 30% auf 38,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2019.

Im Geschäftsjahr 2020 hingegen verzeichnete ETERNA infolge des Lockdowns trotz einer insgesamt weiterhin operativ profitablen Geschäftsentwicklung deutliche Ergebnisrückgänge gegenüber der Zeit vor der Pandemie. Insgesamt konnten der Anstieg im Online-Geschäft und die im April 2020 eingeführte Maskenproduktion die Umsatzausfälle im stationären Handel allerdings nur teilweise kompensieren. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 78,7 Mio. EUR, die damit 25,8% unter dem Vorjahreswert von 106,0 Mio. EUR lagen. Zur Abmilderung der Pandemie hat ETERNA des Weiteren ein striktes Kostenmanagement und Kurzarbeit zur Krisenbewältigung eingeführt. Trotz des massiven Umsatzverlustes war ETERNA im vergangenen Geschäftsjahr in der Lage, ein EBITDA von 5,2 Mio. EUR (EBITDA-Marge: 6,7%) nach 13,1 Mio. EUR im Vorjahr zu erzielen.

Die Lockdown-Verordnungen stellten und stellen ETERNA auch im laufenden Geschäftsjahr 2021 vor große Herausforderungen. Die Pandemie hat das Konsumverhalten der Verbraucher temporär massiv verändert, so dass auch bei Mode laut GfK erhebliche Ausgabenrückgänge von 25% bis 30% verzeichnet werden. Bürotätigkeiten werden seit geraumer Zeit verstärkt im Home Office erledigt und auch Anlässe wie Veranstaltungen oder Feiern haben während der Pandemie nahezu nicht stattgefunden. Dies führt seit Beginn der Pandemie dazu, dass anlassbezogene Mode spürbar weniger nachgefragt wird. Mit dem Produktsortiment an Businesshemden und -blusen ist ETERNA davon besonders betroffen. Zudem ist durch die Verordnungen zum Tragen von medizinischen Masken das Geschäft mit Alltagsmasken seit Jahresbeginn zum Erliegen gekommen.

Im ersten Quartal 2021 ging der Umsatz von 14,4 Mio. EUR um 39,7% zurück (Q1 2020: 23,9 Mio. EUR). Dieser Umsatzrückgang führte erstmalig zu einem negativen EBITDA von -0,5 Mio. EUR (Q1 2020: 1,7 Mio. EUR), was in einer EBITDA-Marge von -3,4% resultierte (Q1 2020: +6,9%). Trotz des Rückgangs beliefen sich die liquiden Mittel zum Stichtag 31. März 2021 auf 6,1 Mio. EUR (31.03.2020: 8,3 Mio. EUR).

"Im laufenden Geschäftsjahr belastet die Pandemie unser Geschäft noch erheblich. Aber wir alle sehen langsam Licht am Ende des Tunnels: Angesichts deutlich rückläufiger Inzidenzen, fortschreitender Impfquoten und der im weiteren Jahresverlauf erwarteten Aufhebung staatlicher Beschränkungen ist mit einer Erholung des Geschäfts im zweiten Halbjahr 2021 und Aufholeffekten zu rechnen. Bedingt durch die Vorlaufzeiten im Wholesale-Geschäft und die Marktveränderungen insgesamt werden die Folgen der Pandemie noch lange zu spüren sein und die Ergebnisse belasten. Unser Fokus gilt weiterhin zum einen der Bewältigung dieser anhaltenden Krisensituation. Wir werden andererseits auch in der aktuell schwierigen Situation weiter daran arbeiten, die erfolgreiche Strategie der letzten Jahre mit Fokus auf einer starken, modernisierten Marke und unseren hervorragenden Produkten fortzuführen und uns gezielt auf wichtige Zukunftsthemen wie die weitere Digitalisierung und Internationalisierung unseres Unternehmens konzentrieren. Zugleich richten wir das Produktsortiment auf bequemere Mode aus und bedienen damit die veränderte Nachfrage der Verbraucher. Damit werden wir die eingeleitete Transformation unseres Unternehmens beschleunigt fortführen und dieses angesichts der veränderten Marktbedingungen insgesamt stärker auf den Endkunden ausrichten", so Gerbaulet.

Die Aufforderung zur Stimmabgabe wird heute auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://unternehmen.eterna.de/de/anleihe sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht. Weitere Unterlagen zur Stimmabgabe stehen auf der Webseite ebenfalls unter der Rubrik "Anleihe" zur Verfügung.


Die eterna Mode Holding GmbH

ETERNA steht seit 1863 für zeitlos moderne Hemden und Blusen, die höchste Qualitätskriterien erfüllen. Die Fertigung erfolgt überwiegend in Europa, insbesondere im eigenen Betrieb in der Slowakei. Der Konzern beschäftigt etwa 1.000 Mitarbeiter, davon etwa 500 im eigenen Fertigungsbetrieb in Bánovce/Slowakei (EU). Als weltweit einziger Hersteller in der Modewelt wurde der Passauer Hemden- und Blusenspezialist bereits im Jahr 2000 mit dem höchsten OEKO-TEX-Standard zertifiziert, der umweltverträgliche Fertigung und faire Arbeitsbedingungen garantiert (Made in Green). Zur umfangreichen und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie von ETERNA gehören außerdem eine nachverfolgbare Lieferkette, Teil-Kompensation des CO₂-Ausstoßes, eine besonders nachhaltige Casual-Kollektion sowie viele weitere Bausteine. ETERNAs nachhaltiges Engagement kennzeichnet der Hashtag #naturally, mehr dazu unter www.eterna-naturally.com. 2020 wurden ca. 2,2 Millionen Hemden, 0,5 Millionen Blusen sowie Krawatten, Accessoires und Gesichtsmasken verkauft. Europaweit beliefert der zur Investorengruppe Quadriga Capital gehörende Fashion-Anbieter etwa 3.600 Partner-POS und betreibt 53 eigene Retail-Stores. Geschäftsführender Gesellschafter ist Henning Gerbaulet.


04.06.2021 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
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Sprache:

Deutsch

Unternehmen:

ETERNA Mode Holding GmbH

Medienstraße 12

94036 Passau

Deutschland

Telefon:

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Internet:

www.ETERNA.de

ISIN:

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WKN:

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