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Esteban Ocon: Daniel Ricciardo hat sich bei mir entschuldigt

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 2 Min.

Treffen sich zwei Renault-Fahrer gleich zu Beginn des Türkei-Grand-Prix in Kurve 1. Doch darüber dürfte im französischen Werksteam niemand gelacht haben: Esteban Ocon nämlich drehte sich infolge der Berührung und wurde in der Startrunde gleich nochmals in einen Zwischenfall verwickelt. Ob er sich inzwischen mit Daniel Ricciardo ausgesprochen hat?

"Das haben wir", versichert Ocon. Mehr noch: "Daniel kam auf mich zu und hat sich entschuldigt. Mir war nicht mal klar gewesen, dass er mich berührt hatte. Ich hatte gedacht, es sei Valtteri [Bottas] gewesen, so, wie ich mich und wie sich auch Valtteri in Kurve 1 gedreht hatte." Mit Bottas war Ocon im weiteren Verlauf der ersten Runde tatsächlich noch kollidiert.

Die Startszene mit Ricciardo indes sieht Ocon rückblickend gelassen: "Es ist klar, dass es nicht seine Schuld war. Daniel konnte nirgendwo hin. Er befand sich schlicht zum falschen Zeitpunkt an der falschen Stelle."

Ocon bedauert verpasste Chance

"Wir alle waren irgendwo in einem Sandwich gefangen. Ich hätte nicht noch weiter rausfahren können, sonst wäre ich vom Kurs abgekommen. Und der Rest [der Fahrer] hing auf der Innenseite fest."

Sehr wohl aber bedauert Ocon den Vorfall in der Frühphase des Rennens, zumal er direkt nach dem Losfahren aussichtsreich positioniert war. "Ich bin regelrecht geflogen am Start", meint Ocon. "Es war mein bester Start in diesem Jahr."

"Später im Rennen fühlte ich mich auch wohl im Auto. Daher ist das ein bisschen enttäuschend, zumal es zuletzt nicht besonders einfach war für mich", erklärt der Renault-Fahrer.

Ocon klar hinter Ricciardo in der WM

Ocon belegt in der Formel-1-Fahrerwertung derzeit nur den zwölften Platz, während Ricciardo auf Rang sechs notiert wird, mit mehr als doppelt so vielen Punkten. Das liegt auch daran, dass Ricciardo seit der Sommerpause immer in die Top 10 gefahren ist, Ocon aber alleine drei Ausfälle zu verkraften hatte.

"Es lief nicht gerade für mich", sagt Ocon über die vergangenen Wochen. Er versichert: Die Zuversicht habe er aber nicht verloren. "Wir werden das Blatt schon wieder wenden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.