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Essen gehen – aber bitte günstig

Stefanie Kühn
Finanzexpertin Yahoo Finanzen
Sparen bei Restaurantbesuchen ist einfacher als man denkt. (Foto: Getty Images)

Laut Statista, einem Online-Portal für Statistiken aller Art, gingen 29% der Deutschen pro Monat einmal und 25% sogar mehrmals in ein Restaurant (Zahlen von 2018). 14% suchten sogar einmal pro Woche eines auf. Damit sind über 60% der Bundesbürger regelmäßige Restaurantbesucher. Unterstellt man einen mittleren Verzehr in Höhe von 20 Euro pro Person, entstehen Ausgaben in Höhe von 20 bis 100 Euro pro Monat – nach oben ist der Betrag natürlich offen.

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Wenn Sie nun zu denjenigen zählen, die gerne öfter außer Haus speisen, aber sich auf der anderen Seite gerade Sparziele gesetzt haben, dann beherzigen Sie die nachfolgenden Tipps:

1) Mittags statt abends

Viele Restaurants sind von Montag bis Freitag in der Mittagszeit auf Berufstätige eingestellt und bieten günstige Mittagsmenüs. Wer je in der Mittagszeit durch die Fußgängerzone gegangen ist, hat es schwer, sich zu entscheiden, wo er für unter 10 Euro speisen möchte. Oftmals gibt es Mittagsmenüs für sieben bis acht Euros. Dazu kommen dann noch die Kosten für ein Getränk.

2) Bestellen Sie sich die Pizza nach Hause

Das teuerste beim Restaurantbesuch sind die Getränke. Holen Sie sich die Pizza öfter mal nach Hause. Wer sie abholt, spart meistens noch mehr, als der, der sie bringen lässt. Dazu öffnen Sie Ihre eigene Flasche Wein – und schon haben Sie eine schöne Summe für den nächsten Restaurantbesuch aufgespart.

3) Nutzen Sie Rabatte

Nutzen Sie Rabatte, wie sie über Groupon und Co. angeboten werden. Sie können Angebote direkt aus Ihrer Stadt suchen. Natürlich gibt es auch hier schwarze Schafe, aber ein Test lohnt sich sicherlich.

4) Espresso statt Latte

Wer sich seinen täglichen Cappucino oder Latte Macciato nach dem Mittagessen mit Kollegen gönnt, gibt bei 20 Arbeitstagen ungefähr 50 bis 70 Euro pro Monat aus. Testen Sie den Umstieg auf Espresso. Dieser kostet im Schnitt 1 Euro weniger. Bei 220 Arbeitstagen sind das runde 200 Euro, die Sie gespart haben.

5) Gute Küche muss nicht immer teuer sein

Suchen Sie sich in Ihrer Umgebung Stamm-Restaurants, die eine abwechslungsreiche Speisekarte haben. Ich mag besonders Restaurants mit einer guten Tageskarte. Viele Köche sind hervorragend, auch wenn kein Stern den Laden ziert. Wenn die Kasse am Monatsende schon knapp ist, suchen Sie eines Ihrer Stamm-Restaurants auf, wo Sie wissen, was Sie für Ihr Geld bekommen.

6) Sparen beim Trinken

Ignorieren Sie den Cocktail und greifen Sie zu „einfachen“ Getränken. Gerade die Getränkerechnung macht das Essen teuer.

7) Schmeißen Sie kein Essen weg.

Jeder Bundesbürger wirft im Jahr rund 82 Kilogramm Lebensmittel in den Müll - darunter essbare Waren im Wert von 235 Euro.

Derzeit findet sicherlich ein Umdenken statt – aber es spiegelt sich noch nicht in Zahlen. Kaufen Sie gezielt ein, essen Sie „Ihren Kühlschrank leer“, bevor Sie erneut einkaufen. Und im Restaurant ist es heutzutage keinesfalls unangebracht, sich Reste einpacken zu lassen. Gerade asiatische Restaurants und Pizzerien sind bereits darauf eingestellt. Mit Geiz hat das nichts zu tun, sondern mit Verantwortungsbewusstsein.

Wenn all diese Sparmaßnahmen nicht ausreichen, hilft aber nur eines: Eine Weile konsequent zu Hause essen.

Ihre

Stefanie Kühn

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