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Espresso, Milchkaffee oder koffeinfrei? Wie euer genetischer Code den Griff zum Kaffee steuert

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.

Greift ihr in eurer Pause eher zum doppelten Flat White oder zum schaumigen Cappuccino? Oder trinkt ihr euren Kaffee vielleicht nur entkoffeiniert? Wie auch immer eure Antwort ausfällt — ob ihr Kaffee für den Kick, den Genuss oder gar nicht trinkt —, eine neue Studie zeigt, dass eure Gewohnheiten viel über eure Herz-Kreislauf-Gesundheit verraten.

Konkret fanden die Forscher der University of South Australia (UniSA) heraus, dass Menschen mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder anderen Herzkrankheiten mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger Kaffee trinken als Menschen ohne solche Symptome. Das klingt erst einmal wenig überraschend. Allerdings zeigt die Studie auch, dass diese individuellen Entscheidungen zum Koffeinkonsum auf euren Genen basieren.

Gene regulieren die Menge des Kaffeekonsums

Der Professorin Elina Hyppönen, Direktorin des Zentrums für Präzisionsmedizin der UniSA und Co-Autorin der Studie zufolge ist das etwas Gutes. Denn es zeige, dass eure Genetik aktiv reguliert, wie viel Kaffee ihr trinkt, und dass sie euch so vor einem Überkonsum schützt. „Die Menschen trinken aus allen möglichen Gründen Kaffee“, sagte sie in einer Pressmitteilung. „Aber wir würdigen dabei nicht, dass Menschen — basierend darauf, wie hoch ihr Blutdruck ist — unbewusst die sichere Koffeinmenge regulieren und dass das wahrscheinlich ein Ergebnis genetischer Schutzmechanismen ist.“

Das bedeute, dass Menschen, die viel Kaffee trinken, Koffein aufgrund ihrer Genetik vermutlich besser vertragen als Menschen, die wenig Kaffee trinken, so Hyppönen weiter. Und umgekehrt würden Menschen, die von sich aus weniger Kaffee trinken, die negativen Auswirkungen des Koffeins stärker spüren. Sie seien außerdem anfälliger für Bluthochdruck. Darunter leidet dem Robert Koch-Insitut zufolge allein in Deutschland fast ein Drittel der Erwachsenen. Weltweit seien jährlich rund 9,4 Millionen Todesfälle auf erhöhten Blutdruck zurückzuführen.

Hört auf euren Körper

Für ihre Studie nutzten die Wissenschaftler die UK Biobank, eine Datenbank, die genetische, physische und gesundheitliche Daten von rund 500.000 Menschen sammelt. Hyppönen und ihr Team untersuchten so den gewöhnlichen Kaffeekonsum von 390.435 Menschen und verglichen das mit ihren Blutdruckwerten sowie ihrer Herzfrequenz.

Auch für euren persönlichen Kaffeekonsum lassen sich aus den Ergebnissen Schlüsse ziehen. Denn wenn eure Gene auf Grundlage eurer Herz-Kreislauf-Gesundheit steuern, ob und auf wie viel Kaffee ihr Lust habt, dann solltet ihr auch auf sie hören: „Wenn euer Körper euch rät, die extra Tasse Kaffee nicht zu trinken, gibt es dafür wahrscheinlich einen Grund. Hört auf euren Körper, er weiß besser über eure Gesundheit Bescheid, als ihr glauben mögt“, so Elina Hyppönen.

sb