Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.795,85
    +101,34 (+0,74%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.776,81
    +19,76 (+0,53%)
     
  • Dow Jones 30

    33.761,05
    +424,38 (+1,27%)
     
  • Gold

    1.818,90
    +11,70 (+0,65%)
     
  • EUR/USD

    1,0257
    -0,0068 (-0,66%)
     
  • BTC-EUR

    23.996,88
    -323,89 (-1,33%)
     
  • CMC Crypto 200

    574,64
    +3,36 (+0,59%)
     
  • Öl (Brent)

    91,88
    -2,46 (-2,61%)
     
  • MDAX

    27.907,48
    +11,32 (+0,04%)
     
  • TecDAX

    3.192,17
    -1,93 (-0,06%)
     
  • SDAX

    13.229,37
    +32,71 (+0,25%)
     
  • Nikkei 225

    28.546,98
    +727,65 (+2,62%)
     
  • FTSE 100

    7.500,89
    +34,98 (+0,47%)
     
  • CAC 40

    6.553,86
    +9,19 (+0,14%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.047,19
    +267,27 (+2,09%)
     

Erstmals wird eine beschlagnahmte russische Oligarchen-Yacht versteigert – sie ist 71 Millionen Euro wert

Dmitrij Pumpjanskijs Superyacht "Axioma" wird in Gibraltar festgehalten. - Copyright: Reuters
Dmitrij Pumpjanskijs Superyacht "Axioma" wird in Gibraltar festgehalten. - Copyright: Reuters

Die Luxusyacht des russischen Großunternehmers Dmitrij Pumpjanskij wird das erste beschlagnahmte Schiff sein, das auf Anordnung des Obersten Gerichts von Gibraltar versteigert wird. Der YouTube-Kanal „ESysman SuperYachts“ berichtet immer wieder über von westlichen Staaten festgesetzte Schiffe von Oligarchen. In einem Video des Kanals heißt es, dass das Gericht den Verkauf der etwa 73 Meter langen "Axioma" angeordnet habe.

In den meisten Fällen können die westlichen Behörden eine beschlagnahmte Superyacht nicht verkaufen, ohne einen Rechtsstreit zu führen, der sie mit Betriebs- und Wartungskosten belastet. Diese Zusatzkosten belaufen sich mitunter auf zehn bis 15 Prozent des Schiffswerts pro Jahr. Die US-amerikanische Bank JPMorgan war an der Beschlagnahmung des Schiffes im März beteiligt. Hintergrund des Vorgangs ist, dass Pumpjanskij, der als Unterstützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin gilt, Sanktionen verhängt worden waren.

Der Putin-Unterstützer steht auf Sanktionslisten

Obwohl die 71 Millionen Euro teure Superyacht dem russischen Milliardär gehört, wird sie nach Angaben des Yachten-Youtubekanals von einer Managementgesellschaft namens Pyrene Investments betrieben. JPMorgan hatte Pyrene Investments ein Darlehen in Höhe von 21 Millionen Euro gewährt, und die Aufnahme des Oligarchen in die Sanktionsliste bedeutete, dass der Darlehensvertrag nicht eingehalten wurde. Laut „Luxury Launches“ vermutlich wegen eingefrorener Konten.

Dmitrij Pumpjanskij verdiente sein Vermögen in der Öl- und Gasindustrie. - Copyright: Sasha Mordovets/Getty Images
Dmitrij Pumpjanskij verdiente sein Vermögen in der Öl- und Gasindustrie. - Copyright: Sasha Mordovets/Getty Images

Pumpjanskij verdiente sein Vermögen in der Öl- und Gasindustrie. Gemeinsam mit den anderen russischen Oligarchen Sergeij Popow und Andrej Melnitschenko erwarb er den größten russischen Stahlrohrhersteller TMK, bevor er das Konglomerat 2006 aufkaufte. TMK beliefert seit 1998 die staatliche russische Gasgesellschaft Gazprom.

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar wurden Vermögenswerte russischer Oligarchen beschlagnahmt oder eingefroren. Immobilien, Privatjets und sogar Kunstgegenstände sowie Luxusyachten sind ins Visier der westlichen Behörden geraten.

Die Türkei ist ein beliebtes Ziel für Superyachten, da Ankara keine Sanktionen gegen Russland verhängt hat, was bedeutet, dass das schwimmende Vermögen von Oligarchen in türkischen Gewässern vor Beschlagnahmung sicher ist.

Eine Superyacht im Wert von 148 Millionen Euro, die dem ebenfalls sanktionierten Milliardär Andrej Skotsch gehört, wurde in Dubai vor Anker gesehen. Skotsch ist eines der reichsten Mitglieder des russischen Parlaments, der Duma. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten können die Unterstützer des Kriegstreibers Putin weiterhin den westlichen Sanktionen entgehen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.