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Erster Todestag der Queen: Der König ehrt seine Mutter mit Statement

Queen Elizabeth II. war die am längsten regierende Monarchin in Großbritannien: Sie schaffte 70 Jahre auf dem Thron. Am 8. September 2022 starb sie im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral. (Bild:  Cubankite/Shutterstock.com)
Queen Elizabeth II. war die am längsten regierende Monarchin in Großbritannien: Sie schaffte 70 Jahre auf dem Thron. Am 8. September 2022 starb sie im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral. (Bild: Cubankite/Shutterstock.com)

Disziplin, Arbeitseifer und ein Leben für die Krone: König Charles III. (74) hat sich seine Mutter in vielen Dingen zum Vorbild genommen. So wohl auch beim Thema Trauer. Er will den ersten Todestag von Queen Elizabeth II. (1926-2022) abseits der Öffentlichkeit mit Ehefrau Camilla (76) auf Schloss Balmoral verbringen - jenem Ort, an dem die berühmte Monarchin vor einem Jahr in seinem Beisein für immer die Augen schloss. Auch die Queen zog sich zu den Todestagen ihres Vaters zurück.

Charles verbringt den Tag "ruhig und privat"

Wie die "BBC" unter Berufung auf einen königlichen Sprecher berichtete, gibt es am 8. September keine offizielle Veranstaltung in Gedenken an die Queen. Auch ein privates Treffen der königlichen Familie sei nicht geplant. Charles werde den Todestag "ruhig und privat" verbringen. Der Tag ist für ihn ja auch doppelt emotional: Er verlor seine Mutter und wurde gleichzeitig zum König. Zudem folgt er damit der Tradition seiner Mutter: Elizabeth II. verbrachte die Jahrestage des Todes ihres Vaters König George VI. (1895-1952) gerne in "privater Besinnung" - ohne geplante offizielle Ereignisse.

Gedenken auf Instagram

Laut "Mirror" sollen sich aber zumindest Prinz William (41) und Prinzessin Kate (41) in der Öffentlichkeit zeigen. Sie werden heute in der St. David's Cathedral in Wales erwartet, die auch Elizabeth II. viermal besucht hat. Eine Rede des Thronfolgers sei zwar nicht geplant, doch es werde davon ausgegangen, dass er mit einigen Worten an seine Großmutter erinnert. Der König veröffentlichte bereits kurz nach Mitternacht ein emotionales Statement. In einem kleinen Videoclip sagte er: "Anlässlich des ersten Todestages Ihrer verstorbenen Majestät und meiner Thronbesteitung erinnern wir mit großer Zuneigung an ihr langes Leben, ihren hingebungsvollen Dienst und alles, was sie so vielen von uns bedeutet hat." Er fügte hinzu: "Ich bin auch zutiefst dankbar für die Liebe und Unterstützung, die meiner Frau und mir in diesem Jahr entgegengebracht wurden, denn wir tun alles, um Ihnen allen zu dienen."

Bereits anlässlich ihres 97. Geburtstages am 21. April 2023 blickten die Royals in einem Instagram-Post auf das Leben der Monarchin zurück. "Heute an ihrem 97. Geburtstag erinnern wir an das unglaubliche Leben und Vermächtnis Ihrer Majestät Queen Elizabeth II.", hieß es auf dem offiziellen Account des Königspaares zu einem Foto der verstorbenen Queen.

Elizabeth II. bestieg am 6. Februar 1952 im Alter von 25 Jahren den britischen Thron. Zum Zeitpunkt ihrer Krönung am 2. Juni desselben Jahres war sie 26 Jahre alt und Mutter von zwei jungen Kindern. Noch im Juni 2022, wenige Monate vor ihrem Tod, fanden die Feierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum statt. Am 6. September hatte sie noch die neue Premierministerin Liz Truss (48) auf Balmoral empfangen. Zwei Tage später verkündete der Palast dann die traurige Nachricht, dass die Königin am Nachmittag friedlich eingeschlafen sei. In ihren letzten Lebensjahren musste sie noch den Ausstieg von Prinz Harry (38) und seiner Frau Meghan (42) aus dem Königshaus miterleben.

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Viele Royalfans hofften nun zum ersten Todestag auf eine Versöhnung. Der Wahl-Kalifornier kam gestern Abend zu den WellChild Awards in London. Lange wurde deshalb über ein Treffen mit dem König in Großbritannien spekuliert. Doch zuletzt hieß es, Charles III. habe "keine Zeit" für seinen abtrünnigen Sohn. Harry selbst hat allerdings auch nicht viel Zeit, da am 9. September die von ihm ins Leben gerufenen Invictus Games in Düsseldorf beginnen.

Viele Termine nach dem Todestag

Das Leben geht weiter - das weiß auch die Royal Family. Die Sommerferien sind vorbei, der Terminkalender füllt sich. William und Kate gaben kürzlich bekannt, dass sie dieses Wochenende zur Rugby-Weltmeisterschaft in Frankreich reisen. Die Prinzessin wird bereits am Samstag in Marseille zusehen, wenn England gegen Argentinien antritt. William wird am Sonntag in Bordeaux die Mannschaft von Wales anfeuern.

Auch Charles bereitet sich auf seine Frankreich-Reise vor. Vom 20. bis 22. September wird er zusammen mit Camilla den aus Sicherheitsgründen verschobenen Staatsbesuch nachholen. Wie der "Mirror" berichtete, beginne nach dem ersten Todestag eine neue Ära für die Königsfamilie. Der König habe das Ende des "Übergangsjahres" erklärt und die Sommerpause in Schottland dafür genutzt, Pläne für das nächste Jahr auszuarbeiten. Charles setzt auf eine Verschlankung der Monarchie. Schon seine Krönung am 6. Mai 2023 fiel nicht ganz so pompös aus wie die seiner Mutter. Nach Frankreich will er eine erste Reise durch das Commonwealth unternehmen - mit einem Besuch in Kenia im Herbst. Im nächsten Jahr soll es nach Kanada sowie mindestens zwei europäische Länder gehen, um das Königreich zu einen sowie die Beziehungen zu den Nachbarstaaten zu intensivieren.

Wie verschiedene Medien berichteten, will er dafür verstärkt auf das Thronfolgerpaar setzen und die Sympathiepunkte von William und Kate nutzen. Problematisch soll der König das hohe Alter der Familienmitglieder sehen: Sieben der elf arbeitenden Royals sind bereits über 70 Jahre alt. Der Monarch selbst hat aber in seinem ersten Amtsjahr trotz seiner 74 Jahre gut vorgelegt: Er absolvierte an 161 Tagen mehr als 550 Termine - und arbeitete damit wesentlich mehr als seine Mutter in ihren ersten zwölf Monaten.