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Das erste, was du im nächsten Crash tun solltest (oder nicht tun solltest)

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.
Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr

Natürlich ist es bis zum nächsten Crash bloß eine Frage der Zeit. Früher oder später wird es eine weitere starke Korrektur geben. Die Vergangenheit ist ein solider Indikator dafür, dass alle Jubeljahre eine volatile Phase kommt.

Die Frage ist also nicht, wann der nächste Börsencrash kommt. Sondern was man als Foolisher Investor tun sollte, wenn der nächste Crash kommt. Hier ist, was meiner Meinung nach zunächst die beste Option ist.

Der nächste Crash: Tu einfach nichts … erst mal

Das Erste, was man im nächsten Crash tun sollte, ist womöglich erst einmal nichts. Das heißt nicht, dass man nicht einen Blick auf seine Watchlist riskieren sollte. Oder auch sein Cashpolster ausbauen kann. Beziehungsweise mögliche Investitionsmasse auf das Verrechnungskonto umbuchen sollte. Das nichts bezieht sich dabei zunächst auf jegliche Handlungen, die dein Portfolio betreffen.

Ein Problem, das viele und selbst Foolishe Investoren in einem Crash haben, ist ein großer Tatendrang. Sie wollen dringend eine Menge kaufen. Oder sich womöglich von einigen Aktien in Windeseile trennen. Allerdings macht es zunächst einmal Sinn, sich einen Moment Zeit zu nehmen und sich einen Überblick zu verschaffen. Das bedeutet, dass nichts tun im nächsten Börsencrash in der Regel erst einmal die beste Option ist.

Ein wesentliches Merkmal eines Börsencrashs ist, dass er eben nicht kurzzeitig ist. Selbst wenn einem einzelne stark volatile Handelstage wie eine Ewigkeit vorkommen, so dauert der Abschwung in der Regel länger. Selbst in den beschleunigten Zeiten des Corona-Crashs hat der Abverkauf ca. einen Monat gedauert. Historisch gesehen ist ein stärkerer Abwärtstrend sogar auch mal ein, zwei Jahre vorhanden gewesen. Das wiederum zeigt, dass Zeit das einzige Problem ist, das du nicht besitzt.

Mit nichts zu einem ausgeklügelten Plan

Das, was nach dem Nichts kommt, ist natürlich das Essenzielle. Es geht, nachdem man sich gesammelt hat, darum, einen Plan zu entwickeln, was man in diesem (nächsten) Crash machen möchte. Welche Aktien ihre Investitionsthese womöglich verloren haben und vielleicht verkauft werden müssen. Oder aber, wo sich die größten Chancen auftun, in die man als langfristig orientierter Investor investieren möchte.

Das Nichtstun klingt zunächst nach einem bisschen nichts. Und ist es zugegebenermaßen auch. Es ist allerdings ein wichtiger Faktor, um sich zu sammeln und einen Überblick zu bekommen. Sowie, um ruhig und geduldig auf die besten Chancen zu warten. Vielleicht noch einmal zum Abschluss: Zeit ist im nächsten Crash nicht dein Problem. Gönne dir daher den Luxus, dich erst einmal zu sammeln und die Emotionen beiseitezuschieben, um rationale Investitionsentscheidungen treffen zu können.

Der Artikel Das erste, was du im nächsten Crash tun solltest (oder nicht tun solltest) ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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