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Erneuter Aufmarsch von 'Querdenken' in Leipzig erwartet

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LEIPZIG (dpa-AFX) - Zwei Wochen nach der zeitweise völlig außer Kontrolle geratenen "Querdenken"-Demonstration könnte es in Leipzig erneut zu Aufmärschen von Gegnern der Corona-Maßnahmen kommen. "Uns sind entsprechende Aufrufe für den 21. November in den sozialen Netzwerken und Chatgruppen bekannt", sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Diese würden nun ausgewertet. "Aus unseren gewonnenen Erkenntnissen erfolgt dann eine Einsatzplanung." Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag) berichtet.

Anders als am 7. November, als sich Zehntausende auf dem Leipziger Augustusplatz zu einer "Querdenken"-Demonstration versammelt hatten, gibt es nun aber nach Angaben eines Stadtsprechers keine offizielle Anmeldung zu einer Kundgebung. Man beobachte aber natürlich auch die Aufrufe in den sozialen Netzwerken.

Dagegen liegen für den 21. November mehrere Anmeldungen anderer Gruppen vor, die unter anderem das Andenken der Friedlichen Revolution von 1989 schützen wollen. Die "Querdenken"-Initiative hatte am 7. November das Motto "Freiheit durch Einheit. Die zweite friedliche Revolution" verwendet und damit erhebliche Kritik ausgelöst.

Laut der Zeitung ruft ein "Querdenken"-Ableger aus Thüringen zu der spontanen Demonstration am 21. November in Leipzig auf und beruft sich auf das Recht, sich auch ohne Anmeldung friedlich ohne Waffen versammeln zu dürfen. Geplant ist wieder ein Marsch oder Spaziergang auf dem Leipziger Innenstadtring. Bei der Kundgebung am 7. November hatten die meisten der mehr als 20 000 Teilnehmer keine Schutzmaske getragen und sich auch nicht an die Abstandsregeln gehalten.