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"Erhöhte Bedrohungslage": Wie wahrscheinlich ein Blackout in Deutschland durch russische Hackerangriffe ist

Die Angst vor einem Blackout nach Cyberattacken wächst.  - Copyright: Petri Oeschger via Getty Images
Die Angst vor einem Blackout nach Cyberattacken wächst. - Copyright: Petri Oeschger via Getty Images

Die Energiekrise verschärft sich durch den Ukraine-Krieg. In Europa und Deutschland wächst die Angst vor einem Blackout. Auch Cyberangriffe können die Stromversorgung gefährden. Entsprechende Attacken auf deutsche Versorgungseinrichtungen hat es schon gegeben – bisher ohne Auswirkungen. Wie wahrscheinlich ist ein flächendeckender Stromausfall durch Hacker?

In der Ukraine gab es seit der Annexion der Krim im Jahr 2014 verschiedene Cyberattacken, bei denen das Stromnetz angegriffen wurde. 2015 blieben über 200.000 Haushalte nach einem Hackerangriff mehrere Stunden ohne Strom. Es folgten immer wieder weitere Angriffe, die es auf die ukrainische Energieversorgung abgesehen hatten. Hinter den Aktionen wird vor allem die berüchtigte Hackergruppe "Sandworm" vermutet. Sie wird dem russischen Geheimdienst GRU zugeschrieben.

Ist die deutsche Stromversorgung vor Cyberangriffen geschützt?

Auch für Deutschland ist das Risiko einer Cyberattacke auf kritische Infrastrukturen gestiegen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geht seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs von einer "erhöhten Bedrohungslage" aus. "Das BSI hat seinen Eigenschutz und seine Krisenreaktion gestärkt und hat dazu das Nationale IT-Krisenreaktionszentrum aktiviert", so der BSI-Sprecher Joachim Wagner in der "Tagesschau".

"Die Herbeiführung eines großflächigen Blackouts ist in Deutschland jedoch bereits aufgrund der vorherrschenden Heterogenität der verbauten Komponenten unwahrscheinlich", so das BSI im "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Der Schutz vor einem großen Blackout nach einem Cyberangriff ist hierzulande demnach hoch. In Deutschland herrschen strenge IT-Vorgaben. Zudem sind die Server der verschiedenen Verteilnetzbetreiber dezentral über das ganze Land verteilt. Bei einem erfolgreichen Angriff würde es also nur zu kleineren regionalen Ausfällen kommen.

Anders sieht das der Cybersicherheitsexperte Manuel Atug: "Die Gesetze sorgen für ein unzureichendes Mindestmaß an Schutz", so Atug beim "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Russland könnte – so wie andere staatliche Akteure – mit viel Mühen einen Blackout in Deutschland bewirken", warnt der Cybersicherheitsexperte. Er geht jedoch davon aus, dass Russland seine Ziele mit klassischen Sabotageakten einfacher erreichen kann als mit großen Cyberattacken. Wie einfach das gehen kann, ist aktuell an den Lecks der Gaspipeline Nord Stream 1 zu sehen. Hinter den Attacken wird Russland vermutet.

Wie wahrscheinlich ein Blackout ist, lest ihr hier