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Entwicklungsministerium erhöht Quoten für Geschlechtergerechtigkeit

BERLIN (dpa-AFX) -Das Entwicklungsministerium (BMZ) will mit erhöhten Auflagen mehr für die Gleichstellung von Frauen in den von Deutschland geförderten Projekten erreichen. "Schrittweise bis 2025 sollen demnach 93 Prozent aller neuen BMZ-Projekte der Gleichstellung der Geschlechter in Entwicklungsländern dienen. Acht Prozent sollen die Geschlechtergerechtigkeit dann als Hauptziel verfolgen - eine Verdopplung gegenüber der bisherigen Praxis", teilte das Ministerium am Dienstag in Berlin mit, wo auf einer Konferenz beraten wurde.

Entwicklungspolitik könne nur erfolgreich sein, "wenn Frauen Teil der Lösung sind", erklärte Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD). "Starke Frauen führen zu stabileren, krisenfesteren Gesellschaften. Sie brauchen mehr Rechte, mehr Repräsentanz, mehr Ressourcen. Alle Menschen haben die gleichen Rechte, aber von einer Gleichstellung sind wir vielerorts noch weit entfernt." Das bedeute auch, diskriminierende Machtstrukturen, Normen und Rollenbilder zu hinterfragen und zu überwinden.

Einen besonderen Blick richtet die Konferenz nach Angaben des Ministeriums auf die Lage der Frauen im Nahen Osten und Nordafrika. Dort zeigten sich "Herausforderungen, aber auch die Chancen einer feministischen Entwicklungspolitik besonders deutlich". Vor allem in den Krisen- und Konfliktländern der Region seien Frauen besonders von Gewalt und Ausgrenzung betroffen.

Als ein Beispiel dafür, wie eine Arbeit mit feministischen Ansätzen gelingen könne, nennt das Ministerium Ernährungssicherheit. So dürften Frauen in vielen Ländern kein Land besitzen, was sich negativ auf ihre Ernteerträge auswirke. Auch gehe es um Qualifizierung. In Ghana etwa sei gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium das erste Trainingsprogramm für Traktorenbetrieb und -wartung speziell für Frauen initiiert worden.