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Entsetzen nach Grenzzaun-Drama: "Es sind die Menschenhändler-Mafias"

Entsetzen nach Grenzzaun-Drama: "Es sind die Menschenhändler-Mafias"

Mehr als zwanzig tote Migranten und Dutzende von Verletzten sowie Festgenommenen. Die offizielle Zahl der Todesopfer bei dem Versuch, von der marokkanischen Stadt Nador aus über den Zaun der spanischen Enklave Melilla zu gelangen, liegt bei 23. Einige Nichtregierungsorganisationen gehen allerdings von bis zu 37 Toten aus.

Der Leiter der Migrationsabteilung der Marokkanischen Vereinigung für Menschenrechte (AMDH), Omar Naji, beschreibt die Geschehnisse als ein in Marokko beispielloses Drama: "Was am Freitag, dem 24. Jun, geschah, ist in Nador und ich denke überall in Marokko ein Novum, eine sehr schwere Bilanz, die den wahren Inhalt der marokkanischen und spanischen Migrationspolitik deutlich macht."

Bis zu 2000 Menschen hatten versucht, den Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla zu überwinden. 133 von ihnen gelang es. Auf marokkanischer Seite sollen über 100 Sicherheitskräfte verletzt worden sein.

Die Menschenrechtler von AMDH erhoben schwere Vorwürfe. Die marokkanischen Behörden hätten "ungerechtfertigte Gewalt" eingesetzt und Migranten "misshandelt. Menschen seien stundenlang ohne medizinische Hilfe zusammengepfercht auf dem Boden liegengelassen worden.

"Es sind die Menschenhändler-Mafias"

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez machte organisierte Banden von Menschenhändlern für das Drama verantwortlich: "Es war ein Angriff auf die territoriale Integrität unseres Landes. Die marokkanische Gendarmerie hat in Abstimmung mit den staatlichen Sicherheitskräften gearbeitet, um diesen gewalttätigen Angriff abzuwehren, den wir gestern in der autonomen Stadt Melilla erlebt haben. Wenn es jemanden gibt, der für all das verantwortlich ist, was an dieser Grenze passiert ist, dann sind es die Menschenhändler-Mafias."

Die meisten der Miganten stammen nach Angaben marokkanischer Behörden aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

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