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Entscheidung über vorübergehende Schließung von Berliner Flughafen Tegel vertagt

·Lesedauer: 2 Min.
Der Berliner Flughafen Tegel
Der Berliner Flughafen Tegel

Die Entscheidung über eine vorübergehende Schließung des Berliner Flughafens Tegel ist vertagt worden. Die Gesellschafterversammlung werde in 14 Tagen erneut über den Antrag auf eine temporäre Schließung beraten, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende der Betreibergesellschaft Flughafen Berlin Brandenburg (FBB), Rainer Bretschneider, am Mittwochabend mit. Wegen der stark eingebrochenen Passagierzahlen hatte sich der Aufsichtsrat zuvor für eine "temporäre Befreiung von der Betriebspflicht" ausgesprochen.

Die Gesellschafter hätten ausführlich diskutiert und beschlossen, "dass sie in 14 Tagen nochmal weiter sprechen", sagte FBB-Chef Engelbert Lütke Daldrup. Hintergrund des Antrags auf eine vorübergehende Schließung des Flughafens Tegel sei, dass es in den vergangenen Wochen "nur noch sehr sehr wenig Verkehr an beiden Berliner Flughäfen" gegeben habe. Es habe sich um ein Prozent des üblichen Volumens gehandelt, "nicht 100.000, sondern 1000" Flugpassagiere pro Tag. "Darauf muss die Geschäftsführung reagieren."

Nach Informationen des digitalen Wirtschaftsmagazins "Business Insider" hat der Bund als einziger Gesellschafter Bedenken angemeldet, die aber innerhalb der kommenden zwei Wochen ausgeräumt werden sollen. Demnach gaben die Eigentümer grünes Licht, die Tegel-Schließung voranzutreiben. Dem Magazin zufolge soll der Antrag gestellt werden, Tegel temporär ab Juni zu schließen, solange der Luftverkehr wegen der Corona-Pandemie eingeschränkt bleibt. Insider gingen aber davon aus, dass der nach Tempelhof letzte verbliebene innerstädtische Flughafen nicht wieder öffnen werde.

Der andere Berliner Flughafen Schönefeld habe den Vorteil, dass es dort einen 24-Stunden-Betrieb, ein Medizinzentrum und ein Frachtzentrum sowie einen direkten Bezug zum neuen Flughafen BER gebe, begründete Lütke Daldrup die Entscheidung, die vorübergehende Schließung für Tegel zu beantragen.

In der Gesellschafterversammlung vertreten sind wie im Aufsichtsrat auch die Eigentümer der Flughäfen, also der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg. Sie entscheiden nach eigenem Übereinkommen einmütig.

Schon Ende März hatte es geheißen, Lütke Daldrup wolle Tegel für zwei Monate schließen und damit einige Millionen Euro sparen. Der Aufsichtsrat hatte sich dafür ausgesprochen, der Bund war allerdings strikt dagegen. Auch Brandenburg hatte Bedenken. Berlin war dafür.

Der neue Hauptstadtflughafen BER soll nach jahrelangen Verzögerungen am 31. Oktober eröffnet werden. "Wir können ab morgen mit dem Probebetrieb planmäßig beginnen", sagte Lütke Daldrup am Mittwoch. Der zweimonatige Probebetrieb sei ein wichtiger Schritt zur Inbetriebnahme Ende Oktober.

Die untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald hatte am Dienstag nach Abschluss der Bauarbeiten die Fertigstellung des Fluggastterminals am BER bestätigt. Ursprünglich sollte der Flughafen bereits im Jahr 2011 seinen Betrieb aufnehmen, der Eröffnungstermin wurde aber immer wieder verschoben.