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Darum entging Ferrari einer Strafe

Damit ist das Ergebnis amtlich und Carlos Sainz darf sich offiziell über die vierte Pole-Position seiner Formel-1-Karriere freuen. Nach der Quali zum Großen Preis von Italien in Monza gaben die Rennkommissare bekannt, dass die beiden Ferrari-Piloten Sainz und Charles Leclerc, der auf Startplatz drei fuhr, keine Strafe zu befürchten haben.

Grund für die Untersuchung waren zu langsame Rundenzeiten in Q1. Vor dem Wochenende hatte die FIA klargemacht, dass sie zu langsames Fahren sanktionieren werde und gab als Grenze eine Rundenzeit von 1:41 Minuten vor, die die Fahrer nicht überschreiten dürften. Damit wollten die Verantwortlichen Szenen wie im vergangenen Jahr vermeiden, wo es vor der Start-Ziel-Geraden zu einem regelrechten Stau kam und nicht mehr alle Fahrer rechtzeitig über die Startlinie kamen, um ihre schnelle Runde zu absolvieren.

Diese Grenze von 1:41 Minuten hatten sowohl Sainz als auch Leclerc im ersten Durchgang des Qualifyings überboten. Jedoch hatten die Rennkommissare festgestellt, dass das Fahrer-Duo „auf dem größten Teil der Strecke und insbesondere auf der Geraden die erforderliche Geschwindigkeit erreichten oder übertrafen, um unter 1:41.000 Minuten zu bleiben“.

Ferrari-Piloten mit „angemessenem Verhalten“

Vielmehr sei die zu langsame Rundenzeit deswegen zustande gekommen, da sowohl Sainz als auch Leclerc „geeignete Maßnahmen“ ergriffen hätten, um andere Fahrer auf ihren schnellen Runden nicht zu behindern. Insgesamt handelte es sich nach Angabe der Rennkommissare um vier Fahrer, die aufgrund der angepassten Fahrweise der Ferrari-Piloten ungehindert hätten passieren können.

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Da das Duo daher „nicht unnötig langsam“ gefahren und lediglich aufgrund „ihres angemessenen Verhaltens“ die vorgegebene Maximalzeit nicht eingehalten hatte, sahen die Verantwortlichen von einer Strafe ab.

Vasseur: „Kann nur ein Witz sein“

Damit schlossen sich die Kommissare der Sichtweise von Ferrari-Chef Fred Vasseur an. „Ich dachte, das kann nur ein Witz sein“, beschrieb der 55-Jährige nach der Quali bei Sky den Moment, als er von der Untersuchung erfuhr. „Man kann die Maximalzeit nicht einhalten, wenn man einige Leute durchlassen muss. Da war Verkehr, daher war mir klar, dass das keine Konsequenzen haben wird.“

Auch Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko zeigte sich mit der Entscheidung einverstanden. „Ich bin froh, dass das Ergebnis so bestätigt wurde.“

Damit geht Markos Schützling und WM-Spitzenreiter Max Verstappen am Sonntag von Rang zwei in den Großen Preis von Italien (ab 15.00 Uhr im SPORT1-Liveticker) und hat sowohl vor als auch hinter sich einen Ferrari.