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Energiekrise: Merz fordert Preisdeckel bei Großhandelspreisen

OSNABRÜCK (dpa-AFX) - CDU-Chef Friedrich Merz hat angesichts der drastisch gestiegenen Energiepreise einen Preisdeckel gefordert. "Und zwar nicht bei den privaten Haushalten zuhause, sondern bei den Großhandelspreisen, das wir sagen: Für Strom, für Öl, für Kohle, insbesondere für Gas aus Russland, gibt es jetzt einen Preisdeckel, und mehr wird im Großhandel nicht mehr bezahlt", sagte Merz am Samstag beim Wahlkampfauftakt der niedersächsischen CDU in Osnabrück.

Die Erwartung sei, dass dadurch niedrigere Preise am Markt erzielt würden. Es sei allerdings auch klar, dass die Preise nicht auf das Niveau der Zeit vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zurückkehren würden. Die Zeiten des billigen Gases aus Russland seien vorbei. "Billige Importe aus China, teure Produkte aus Deutschland in alle Welt, und die Amerikaner zahlen für unsere Sicherheit: Diese Arbeitsteilung für Deutschland ist vorbei", betonte Merz.

In Niedersachsen wird am 9. Oktober ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen lag die CDU zuletzt hinter der SPD. Für Merz wird der Auftritt in Osnabrück nicht der einzige im niedersächsischen Wahlkampf sein. Er will außerdem am 4. Oktober im Kreis Harburg sowie zum Wahlkampfabschluss am 7. Oktober in Hannover um Wählerstimmen für die CDU werben.